14-Millionen-Projekt: Spatenstich für das neue Freibad in Roding

„Sind alle da?“ – Die Frage von Bürgermeisterin Alexandra Riedl war berechtigt. Denn viele sind beteiligt am Sanierungsobjekt Freibad Roding. Und die hatte die Stadt am Freitag zum Spatenstich geladen. Es sei ein wichtiger Tag nach langen Jahren der Planung, so Riedl.
Sie begrüßte die Gäste aus der Bundes- und Landespolitik, Vertreter der verschiedenen Planungsbüros, der Baufirmen und aus der Rodinger Stadtverwaltung wie aus den Städtischen Betrieben.
Es sei eingroßes Projektfür die Stadt, nicht nur wegen der großen Baufläche, sondern auch wegen der Investitionssumme, die 14,05 Millionen Euro umfasse. „Ich entschuldige mich für die grauen Haare, die sie durch uns bekommen haben“, sagte Riedl Richtung Planer – wobei manche wohl nicht aus ihrer dreijährigen Amtszeit stammen würden, sondern noch von vorher. Und sie dankte für den Einsatz für das besondere Projekt.
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„Die Leute fragen seit Jahren, wann es losgeht – jetzt ist es geschafft!“, sagte Alexandra Riedl. Das Bad, das 1973 öffnete, werde nun zeitgemäß saniert. Aktuell sei der Außenbereich, die Badeplatte, dran. Auch aus energetischer Sicht werde die Sanierung die Wende bringen: Das Bad werde an die Fernwärme einer Firma oberhalb und eines Biogasunternehmens angeschlossen. Wäre es nach all den Wünschen für ein neues Bad gegangen, würde hier 2024 eine kleine Erdinger Therme eröffnen, sagte Riedl. Der Stadtrat habe immer abwägen müssen zwischen Wünschen und Finanzierbarkeit, da die Rechnung am Ende die Stadt zahlen müsse.
Sie sei erleichtert gewesen, dass die Ausschreibungsergebnisse, vor denen man sich gefürchtet habe, bessere Ergebnisse brachten als erwartet, so Riedl: „Das hat den Kämmerer manch schlaflose Nacht gekostet!“ Sie dankte für die Fördergelder, ergänzte aber, dass sie weitere durchaus begrüßen würde. Und sie hoffe, dass alle Bürger am Ende stolz sein könnten auf das Ergebnis. „Wir bauen nicht, damit Leute aus München hierher fahren, sondern für die Bürger der Stadt und des Landkreises “, betonte sie.
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Und noch etwas: Das Freibad ist den ganzen Sommer geschlossen. Darauf wiesen Bürgermeisterin und Sabine Weixel vom Bauamt extra hin, denn einige hätten schon nachgefragt, wann in diesem Jahr geöffnet werde. Der früheste Zeitpunkt für die erste Bahn im neuen Becken ist der August 2024 – wenn alles nach Plan läuft. Es sei denn, man stört sich nicht am Schwimmbagger auf der Nebenbahn.
Das neue Platschare
Planung:Seit mehreren Jahren läuft die Planung für die Erneuerung des 1973 gebauten Freibades. Zwischenzeitlich war ein Neubau zum Ganzjahresbad geplant, jetzt wird das alte Freibad komplett saniert, von den Becken bis zum Eingangsgebäude.
Kosten:Die Gesamtkosten belaufen sich aktuell auf 14,05 Millionen Euro. Dank eines Bundesförderprogramms fließen aus Berlin drei Millionen Euro, das Land Bayern gibt aus einem Sonderförderprogramm 1,56 Mio. Euro – bleiben für die Stadt gut neun Mio. Euro.
Bauten:Nachdem in einer ersten Phase, die mit der Sanierung nichts zu tun hatte, Wasserleitungen und Kanal gebaut wurden, geht es nun in die Vollen. Die Becken werden erneuert, parallel das Eingangsgebäude saniert, ein ganz neues Technikgebäude gebaut.
Neueröffnung:Im August 2024 soll neu eröffnet werden, dann mit achtbahnigem Schwimmerbecken (50 Meter), zwei Kinderbecken mit Rutschenverbindung, ein Nichtschwimmerbecken mit Schwimmerbereich (sechs Bahnen, 25 Meter) in Edelstahl.



