Neues Gerätehaus in Altenkreith nimmt Konturen an: Mitglieder packen mit an

Seit mindestens 2019 sei ein neues Gerätehaus bei der Feuerwehr Altenkreith und der Stadt Roding ein Thema, sagt Vize-Bürgermeister Reinhold Schoierer beim Besichtigungstermin der Baustelle. Die Verantwortlichen der Altenkreither Wehr haben sich einige Gerätehäuser angesehen und Erfahrungswerte gesammelt, um bei den Planungen auf alles vorbereitet zu sein. Seit dem Spatenstich im Juli hat sich einiges getan.
Architekt Florian Brunner vom Büro Quadrat 45° ist seit 2021 mit dem Projekt befasst und bezeichnet die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten als sehr gut. „Bei den Planungen gab es mehrere Gesprächsrunden, bei denen die Feuerwehr ihre Wünsche äußerte und auch das Budget immer im Hinterkopf war“, so Brunner.
Kosten: 3,5 Millionen Euro
„Zuerst lagen Schätzungen in Höhe von 2,5 Millionen Euro vor“, berichtet Schoierer, doch inzwischen sei man bei 3,5 Millionen Euro angelangt. Nach dem Bauantragsverfahren und der Bauleitplanänderung wegen der Grünfläche folgte die Ausschreibung. Den Zuschlag hat die Bau Lausser GmbH aus Roding-Triftersberg erhalten, die im Juli mit der Baufeldfreilegung begonnen hat. Nach dem Einbringen der Bodenplatte ziehen mittlerweile die Lausser-Mitarbeiter den Rohbau in die Höhe. „Das Gerätehaus nimmt nun Konturen an und wächst in die Höhe“, sagt der Architekt im Beisein der stellvertretenden Stadtbaumeisterin Sabine Weixel.
Derzeit wird der Sozialbau im Obergeschoss erstellt und der mächtige Sturz über den Hallentoren geschalt. Einen 20-köpfigen Bautrupp habe man aus den Mitgliedern rekrutieren können, erzählt Kommandant Patrick Hofweber mit etwas Stolz. „Wir haben acht Mauerer in unseren Reihen, die eigenständig Baumeisterarbeiten verrichten.“
Ein „irrsinniger Kraftakt“
Die ausführende Baufirma sei gut im Zeitplan, lässt Brunner wissen. Als nächstes werden Zwischendecken eingezogen und das Obergeschoss wird gemauert. Der Dachstuhl sei für November eingeplant, um „winterfest“ zu werden, weiß Schoierer, damit mit den Heizungs- Lüftungs- und Sanitärarbeiten begonnen werden könne. Das komplette Hallendach werde mit einer Photovoltaikanlage versehen und die Räume mit einer Luft-Wärme-Pumpe temperiert. Um bei einem möglichen „Black Out“ die kritische Infrastruktur aufrechterhalten zu können, erfolge eine externe Einspeisung über ein Notstromaggregat. Anfang 2024 erwartet man die Lieferung der Fenster.
Beim Gang durch den Rohbau wird das Ausmaß der vier Hallen sowie von Sozialraum, Schulungsraum, Bereitschaftsraum, Umkleiden, Stiefelwaschanlage, Werkstatt und Büro ersichtlich. „Die Technik erfordert entsprechend Platz und auch für das Alltagsgeschäft sind Räume unerlässlich“, erklärt der Vize-Bürgermeister die Größe des Projektes.
Als „irrsinnigen Kraftakt“ bezeichnet Architekt Brunner die Eigenleistungen der Feuerwehrleute, die wie Maurermeister exakt und routiniert die vorgegebenen Arbeiten zuverlässig erledigen. Ferner haben sie auch noch zugesichert, die Außenanlagen in Eigenregie zu bewerkstelligen. „Es ist wirklich eine tolle Zusammenarbeit.“
Fertigstellung: Ende 2024
Einen Termin für die Inbetriebnahme des Gerätehauses lässt sich Brunner nur schwer entlocken. „Ende 2024“, meint er, dann sei es umso erfreulicher, wenn es früher fertig wird. Beim Einweihungstermin sind sich mit Frühjahr 2025 alle einig. „Das wird bestimmt ein größerer Akt“, vermutet Schoierer, der „stressfrei vorbereitet werden solle“.
Kommandant Patrick Hofweber und Vorstand Alexander Laube zeigten sich über den Baufortschritt und den Einsatz ihrer Kameraden sehr zufrieden. Erfreut sei man auch über die Räume im Obergeschoss für Kameradschaftsabende und Seniorentreffen sowie die Staumöglichkeit für archivarische Vereinssachen.


