„Weiße Flecken“ werden erschlossen: Landkreis lässt in Roding Glasfaser verlegen

Der Breitbandausbau des Landkreises in Roding wirft seine Schatten voraus: Am 24. Oktober beginnt die Vermarktung, am 30. Oktober findet eine Info-Veranstaltung statt und im Herbst 2024 soll Baubeginn sein. Vom geförderten Ausbau, den der Eigenbetrieb Digitale Infrastruktur mit der Vodafone GmbH durchführt, sollen im Stadtgebiet rund 550 Adressen profitieren.
Claudia Herla, Vodafone-Projektleiterin Vertrieb, hat dem Stadtrat in der Sitzung am Donnerstagabend erste Details zum geplanten Breitbandausbau vorgestellt. Roding befinde sich im Projektgebiet 6, das im Rahmen des Förderprogramms „Weiße Flecken“ angepackt wird. Um den Ausbau selbst kümmere sich der Eigenbetrieb des Landkreises, die Vodafone GmbH miete sich schließlich in das Netz ein.
Glasfaser bis ins Haus
Die Stadträte sollten als Multiplikatoren wirken und die Bürger auf den Ausbau aufmerksam machen, forderte Herla. Die Bürger sollte sich auf jeden Fall Glasfaser ins Haus legen lassen. Dafür müssten sie keinen Vertrag mit Vodafone abschließen, versicherte sie. Neben einer Vielzahl von Werbemaßnahmen sind laut Herla ein Info-Büro in der Schellererstraße und ein Info-Abend am 30. Oktober in Neubäu am See geplant. Auch Klaus Schedlbauer, Werkleiter des Eigenbetriebs, wird vor Ort sein.
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Aufgrund der Erfahrungen in den vergangenen Monaten forderte 2. Bürgermeister Reinhold Schoierer, dass Baustellen und Sperren rechtzeitig angekündigt werden sollen. Die Stadt wünsche sich eine bessere Kommunikation von allen Beteiligten. „Dann ist auch die Akzeptanz bei den Bürgern größer“, sagte er.
Vor der Sitzung machte sich das Gremium auf zu einer über vierstündigen Baustellentour durch das Stadtgebiet auf. Unter anderem wurde das Kinderhaus Mitterdorf besichtigt. Dort wurde die Einrichtung um eine Kindergarten- und eine Kinderkrippengruppe erweitert. Der dritte Bauabschnitt wurde bereits Anfang September bezogen, Restarbeiten – insbesondere die Außenanlagen – sollen laut Architekt Florian Brunner vom Büro quadrat 45° im November abgeschlossen werden. Insgesamt habe das Kinderhaus in Mitterdorf nun eine Nutzfläche von 1300 Quadratmetern. Das sei schon eine ordentliche Größe, aber jetzt auch genug für eine Einrichtung, so Brunner.
Die Stadt Roding hat für die Erweiterung circa 2,4 Millionen Euro in die Hand genommen. Baulich habe man sich am Bestand orientiert, und wieder auf Holzbauweise gesetzt, so Brunner. 2018 entstand die Krippe, 2020 wurde der Kindergarten neu gebaut und nun noch mal erweitert.
Leiterin Julia Lochmüller berichtete, dass das Johanniter-Kinderhaus Hl. Raphael voll belegt sei. Beim Thema Rauchmelder regte Stadtrat Hubert Hofweber eine Einweisung für die Feuerwehr an. Man werde die Rauchmelder bei der endgültigen Abnahme noch mal testen, betonte der Architekt.
Fertigstellung im November
Anschließend ging es nach Mitterkreith zum Waldkindergarten, den das BRK betreibt. Die Einrichtung wurde aufgrund der starken Nachfrage ebenfalls erweitert – und zwar mit der bekannten Modulbauweise. Vor wenigen Tagen sind laut Brunner die Schiffscontainer eingetroffen. In diesen befinden sich ein Schutzraum, ein Abstellraum und eine Garderobe. Auch wenn es beim zweiten Bauabschnitt schwieriger gewesen sei Baurecht zu bekommen, sei man zuversichtlich, den Zeitplan einzuhalten, so Brunner. Mit der Fertigstellung rechnet die Stadt, die rund 390000 Euro investiert, im November.
Leiterin Roswitha Meier führte die Stadträte dann nicht nur über das Areal, sondern auch in den Wald, wo die „Glückszwerge“ die meiste Zeit verbringen.
In der Stichstraße zur Falkensteiner Straße in Roding werden auf 40 Metern Kanal- und Wasserleitungen erneuert. Die Baukosten inklusive Wiederherstellung der Fahrbahn betragen rund 70000 Euro. Baubeginn war im Juni, die Fertigstellung ist Ende Oktober angepeilt.

