Die neue Geh- und Radwegbrücke zwischen Roding und Mitterdorf ist endlich nutzbar

Von Bastian Schreiner · 29. September 2023 um 15:00

Erst lehnt der Stadtrat das Projekt ab. Dann gibt es grünes Licht, aber keinen Cortenstahl. Als das Bauwerk den Regen zwischen Roding und Mitterdorf überspannt, fehlt auf einer Seite die Zuwegung. Nun ist auch das Provisorium fertig – und die neue Brücke endlich nutzbar.

Am Freitag um 11.30 Uhr, mit dem Schlag der Kirchenglocke, hat 2. Bürgermeister Reinhold Schoierer die von einem Londoner Architekturbüro entworfene Geh- und Radwegbrücke freigegeben. „Ein angenehmer, sehr erfreulicher Termin“, sagte er im Beisein von Planern sowie Vertretern der Stadt und der Baufirma Dankerl.

Provisorium kostet 130.000 Euro

Vier Wochen nach dem Baubeginn für die provisorische Rampe – diese war wegen Verzögerungen beim Baum des Hochwasserschutzes nötig geworden –, können Fußgänger und Radfahrer das 130 Meter lange Bauwerk nutzen. „Wir wollten die Brücke unbedingt aufmachen, damit sie die Bürger bei dem schönen Wetter noch nutzen können“, so Schoierer. Das Provisorium hat übrigens 130.000 Euro gekostet, wenngleich die Stadt eine Förderung erhält. Bis Mitte November sollen auch die Restarbeiten erledigt sein: Auf die bestehende Stützmauer wird noch eine Absturzsicherung mit einem Sichtschutz montiert und auf der gegenüberliegenden Seite ein Geländer angebracht.

Einstieg in den Hochwasserschutz

Das Projekt hat insgesamt 5,4 Millionen Euro gekostet. Die Stadt Roding darf aber mit einer Förderung in Höhe von 70 Prozent rechnen. Die Brücke, die die Werner Rädlinger Gruppe im Mai fertiggestellt hat, ist 300 Tonnen schwer und besteht aus Cortenstahl, der eine natürliche Rostpatina ansetzt und dadurch vor weiterer Korrosion geschützt ist. Das Bauwerk, das mit Beleuchtung und Blindenschrift sowie Noppen für Sehbehinderte ausgestattet ist, bezeichnete der 2. Bürgermeister bei der Freigabe am Freitag als „architektonisch gelungen“.

Der Brückenschlag gilt als Einstieg in den Hochwasserschutz Mitterdorf, dessen Baustart aber in den Sternen steht.

Architekten aus London haben das Bauwerk entworfen.