Ob deftig zum Ripperl oder als kalorienarme Beilage: Krautsalat ist gut, gesund und günstig

Von Isabell Dachs · 24. September 2023 um 17:00

Als Beilage gilt Krautsalat mit Speck als typisch bayerisches Essen. Aber auch andere Nationen, beispielsweise die Griechen, schwören auf das Rohkostgemüse. Kraut schmeckt und ist auch noch gesund.

Kohl oder Kraut, wie das Gemüse bei uns in der Regel genannt wird, galt lange Zeit als Arme-Leute-Essen. Oftmals war Kraut neben Kartoffeln in Notzeiten die Rettung für die Bevölkerung, vor allem, wenn ein besonders strenger Winter zu überstehen war. Denn es war und ist nicht nur günstig zu haben, sondern auch sehr gesund. In jeder Kohlart ist ein hoher Anteil an lebenswichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen enthalten. Besonders erwähnenswert sind dabei Kalzium, Kalium und Eisen.

Neben Weißkraut liefern vor allem Rot- und Spitzkraut viel Vitamin C. Roh verzehrt, decken schon etwa 100 Gramm den täglichen Vitamin-C-Bedarf. Grünkohl hat den höchsten Gehalt an wertvollem Eiweiß und ist nach den gelben Rüben der zweitbeste Lieferant des Provitamins A. Durch seinen hohen Anteil an Senfölen wirkt er außerdem krebsvorbeugend.

Zwei Nachteile gibt es allerdings: Kraut riecht stark beim Kochen, denn es enthält Schwefel. Ein Schuss Essig ins Kochwasser ist da oft hilfreich. Bei der Zubereitung sollte außerdem immer etwas Öl oder Butter verwenden werden, denn nur dann können die vielen gesunden Vitamine vom Körper aufgenommen werden. Der zweite Nachteil ist die blähende Wirkung, was sich durch die Zugabe von Anis, Fenchel oder Kümmel etwas lindern lässt.

Zur Gewichtsreduktion geeignet

Für Leute, die Gewicht verlieren wollen, ist Kraut ebenfalls interessant. Sehr gepriesen wird hier die Kohlsuppendiät, mit der wir wirklich schnell einige Kilo verlieren können. Das liegt tatsächlich daran, dass wir beim Verzehr von Krautsuppe gut satt werden, dabei aber wenige Kalorien zu uns nehmen. Voraussetzung ist natürlich, dass wir nebenbei nichts anderes essen und der Suppe keine zusätzlichen kalorienreichen Zutaten hinzufügen.

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Wer es beim Abnehmen ganz gesund haben möchte, der kann auch Krautsalat essen. Als Rohkost gehen keine der wertvollen Inhaltsstoffe verloren. Damit das Gemüse besonders zart wird, sollte es nach dem Kleinschneiden kräftig geknetet werden, wie im nachfolgenden Rezept beschrieben. Je länger geknetet wird, umso bekömmlicher wird das Kraut. Durch die Zugabe von Salz, kann dem Kraut auch noch zusätzlich Wasser entzogen werden. Der ausgetretene Pflanzensaft wird vor einer Weiterverarbeitung abgegossen.

Natürlich darf beim Rohkostsalat dann kein Wammerl dazugefügt werden, wenn es kalorienarm bleiben soll. Auch mit der Zugabe von Zucker sollten wir uns dann zurückhalten. Das ist auch der Grund, weshalb wir grundsätzlich keine Fertigsalate im Supermarkt kaufen, sondern sie frisch zubereiten sollten.

Um den Zuckergehalt im Fertigsalat festzustellen, raten Experten in jedem Fall zu einem Blick auf die Zutatenliste. Steht hinter Kraut und Wasser gleich Zucker, so ist das ein Hinweis, dass nicht sehr sparsam damit umgegangen wurde. Denn die Liste führt die Zutaten in absteigender Reihenfolge ihrer Zugabemenge (bezogen auf den Gewichtsanteil) auf.

So enthielt beispielsweise eine 400-Gramm-Packung Rohkostsalat eines bekannten Herstellers tatsächlich 19 Stück Würfelzucker. Vergleichen wir das mit dem Zuckergetränk Cola, so enthalten 0,3 l Coca-Cola dagegen nur zwölf Zuckerstücke. Außerdem enthalten Fertigsalate jede Menge Zusatzstoffe wie Säuerungs-, Konservierungs-, Verdickungs- oder Antioxidationsmittel, oft auch Hefeextrakt oder Aromastoffe.

Darum lohnt sich das Selbermachen allemal. Beim Kauf sollten wir dabei auf Frische achten. Die Schnittstelle am Strunk darf nicht stark eingetrocknet, oder hellgrau verfärbt sein. Ein deutliches Merkmal für alten Kohl ist auch die Farbe der äußeren Blätter. Sie dürfen keine gelblichen oder braunen Verfärbungen aufweisen oder welk sein.

So wird der Krautsalat mild

Für unseren Krautsalat nehmen wir einen Weißkohlkopf, entfernen die äußeren Blätter, schneiden den Strunk heraus und schneiden etwa 500 g in feine Streifen. Natürlich lässt sich das Rezept auf eine beliebige Menge erweitern. Grundsätzlich gilt, je feiner die Streifen sind, umso besser wird das Ergebnis. Nun die Streifen ein bis zwei Minuten gut durchkneten, bevor wir eine mittlere, in feine Ringe geschnittene Zwiebel dazugeben und alles gut vermengen. Durch das Kneten wird die stabile Zellstruktur des Kohls aufgebrochen, Saft tritt aus und er wird dadurch weicher. Letztendlich wird der fertige Salat dadurch dann milder. Wer den Geruch an den Händen nicht mag, kann Einweghandschuhe dazu anziehen.

Ein Esslöffel Kümmel wird nun in der Pfanne leicht angeröstet und kommt ebenfalls dazu. Dann machen wir uns ein Dressing aus 150 ml Kräuteressig, 2 EL neutralem Pflanzenöl, 1,5 TL Salz, 1 EL Zucker, 1 TL gemahlener Pfeffer und 300 ml (Mineral)wasser und gießen es zu dem Kraut.

Krautsalat soll lange ziehen

Es wird noch einmal gut durchgerührt und dann das Kraut mit einem kleineren Deckel oder Teller als die Schüssel abgedeckt und beschwert, so dass etwas von dem Sud nach oben kommt. Jetzt sollte der Krautsalat mindestens 12 Stunden im Kühlschrank ziehen, so wird der Kohl mild und bekömmlich. Nach der Ziehzeit wird der Sud abgegossen. Dann rösten wir etwa 200 g durchwachsenen Speck, in kleine Würfel geschnitten, in der Pfanne an und geben ihn zum Salat, mischen gut durch und schmecken gegebenenfalls noch mal mit Salz und Pfeffer ab.

Krautsalat passt sehr gut zu allen Arten von Fleisch, vor allem zu Gegrilltem. In einem verschlossenen Gefäß (Glas oder Frischhaltedose) kann er bis zu drei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Für unseren Krautsalat nehmen wir einen Weißkohlkopf, entfernen die äußeren Blätter, schneiden den Strunk heraus und schneiden etwa 500 g in feine Streifen. Je feiner die Streifen sind, umso besser wird das Ergebnis.
Nun die Streifen ein bis zwei Minuten gut durchkneten, bevor wir eine mittlere, in feine Ringe geschnittene Zwiebel dazugeben und alles gut vermengen.
Ein Esslöffel Kümmel wird in der Pfanne leicht angeröstet und kommt ebenfalls dazu. Dann machen wir uns ein Dressing aus 150 ml Kräuteressig, 2 EL neutralem Pflanzenöl, 1 TL Salz, 1 EL Zucker, 1 TL gemahlener Pfeffer und 300 ml (Mineral)wasser und gießen es zu dem Kraut.
Das Kraut wird nun mit einem kleineren Deckel oder Teller als die Schüssel abgedeckt und beschwert, so dass etwas von dem Sud nach oben kommt. Jetzt sollte der Krautsalat mindestens 12 Stunden im Kühlschrank ziehen, so wird der Kohl mild und bekömmlich.
Nach der Ziehzeit wird der Sud abgegossen. Dann rösten wir etwa 200 g durchwachsenen Speck, in kleine Würfel geschnitten, in der Pfanne an.
Den Speck geben wir zum abgetropften Salat, mischen nochmal gut durch und schmecken gegebenenfalls mit Salz und Pfeffer ab.
Krautsalat passt sehr gut zu allen Arten von Fleisch, vor allem zu Gegrilltem. In einem verschlossenen Gefäß (Glas oder Frischhaltedose) kann er noch bis zu drei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.