Proben in Rötz gehen in die „heiße Phase“: Am 2. Juli ist die Premiere von „Schneewittchen“

Von Stefanie Bauer · 22. Juni 2023 um 11:00

Man merkt, dass es in großen Schritten Richtung Premiere geht: Bei der Märchenzeit-Probe am Sonntag war schon alles „Original“: Kostüme, Maske und Requisiten.

Für das Schminken der Darsteller sind schon seit „Guttensteiner“-Zeiten Claudia Eiber und Karin Bierlmeier zuständig. Doch um das lange, ebenholzschwarze Haar von Schneewittchen zu frisieren, greift diesmal Steffi Stengl, die für die Probe später in ein Zwergenkostüm schlüpft, zum Kamm.

Beim Schminken werde natürlich darauf geachtet, das Schneewittchen, welches von ihrer Tochter Victoria gespielt wird, in Szene zu setzen, erzählt Claudia Eiber. Was natürlich bedeutet: „Haut so weiß wie Schnee und Lippen so rot wie Blut.“

Auf jedes Detail geachtet

Eine kleine Herausforderung sei in diesem Jahr vielleicht die Königin, denn diese wird, um ihr Wesen widerzuspiegeln, sehr auffällig geschminkt. Auch die Krämerin und die Bäuerin, in welche diese sich verwandelt – Letztere wird von Claudia Eiber selbst gespielt – werden „eher böse“ geschminkt.

Bei den Zwergen bekommt hingegen nur der obere Teil des Gesichts Make-Up, der Rest wird bei Meister Strengi, Kurti, Hansi, Murksi, Quitschi, Furzi und Bibi vom langen Bart verdeckt.

Nach dem Anziehen der Kostüme, dem Frisieren, Schminken und dem Soundcheck geht es los mit dem Einzug der bösen Königin: Bei der letzten Probe musste sie den Weg zum Schloss noch zu Fuß hinaufschreiten, nun „sitzt“ sie in der prunkvollen Kutsche.

Bei den Proben unter der sengenden Nachmittagssonne wird nun auf jedes Detail geachtet: Vor dem Zwergenhaus wird noch ein Teppich ausgelegt, hie und da wird noch eine weitere Szene mit Musik unterlegt, die ein oder andere Mütze darf nicht zu tief sitzen, damit man die Gesichter der Darsteller gut erkennen kann.

Unter den Zwergen gibt es – im Stück – eine Diskussion, ob man sich wohl besser vor oder nach dem Essen die Hände waschen soll, und später, wo man sich denn schlafen legen soll, da nun ein Bett durch Schneewittchen besetzt ist.

Regisseur Hübl legt den Ablauf fest („waschen, essen, schlafen gehen“), und auch die böse Königin alias Steffi Porsch, die gemeinsam mit Steffi Reindl die Regieassistenz übernommen hat, hat ein Mitspracherecht. Aus dem Schlossfenster heraus empfiehlt sie auch hier noch eine musikalische Untermalung.

Karten sind sehr gefragt

Nur noch ganz vereinzelt muss noch zum Textbuch gegriffen werden – Regisseur Hübl ist sehr zufrieden mit der Probe, und übrigens auch mit dem Vorverkauf: „Der läuft klasse – wer noch Karten will, muss sich beeilen.“

Vor allem die Termine an den Sonntagen sind sehr gefragt. Wer sich über die Verfügbarkeit der Karten informieren will, kann dies tun unter okticket.de und im Tourismusbüro der Stadt Rötz unter Tel. (09976) 941160 oder per E-Mail an tourist@roetz.de.

Die Premiere ist am Sonntag, 2. Juli, 15 Uhr. Weitere Aufführungstermine sind: Samstag, 8. Juli, 17 Uhr, Sonntag, 9. Juli, 15 Uhr, Sonntag, 16. Juli, 15 Uhr, Samstag, 22. Juli, 17 Uhr, Sonntag, 23. Juli, 15 Uhr und Sonntag, 30. Juli, 15 Uhr.

Die Königin: auffällig geschminkt, um ihr Wesen widerzuspiegeln
Bei der Probe: Schneewittchens Haut „weiß wie Schnee, Lippen rot wie Blut“
Das Schneewittchen wird von Steffi Stengl frisiert.
Mit dieser Szene beginnt das Stück.