Laura Schmid ist die neue Jugendsozialarbeiterin an der Grundschule Rötz

Von Stefanie Bauer · 20. Juni 2023 um 19:00

Schon seit März ist sie an der Grundschule Rötz tätig, doch erst in der vergangenen Woche fand sich die Gelegenheit, Laura Schmid willkommen zu heißen. Als Jugendsozialarbeiterin ist sie Ansprechpartnerin für die Schüler und deren Eltern, aber auch für die Lehrer.

Die Jugendsozialarbeit an der Schule, kurz JaS, ist eine freiwillige, individuelle und kostenlose Beratung und Einzelfallhilfe. Sie stellt eine Schnittstelle dar zwischen Kindern, Elternhaus, Schule, Umfeld und weiteren Kooperationspartnern.

Sich Hilfe holen

„Komm als Schüler zu mir, wenn du Streit oder Probleme in der Schule oder zuhause hast, dir etwas peinlich ist, du Angst hast oder dich bedroht fühlst, du Sorgen hast oder einfach jemanden zum Reden brauchst.“: Mit diesen Worten werden die Schüler ermutigt, sich den Jugendsozialarbeitern an den Schulen anzuvertrauen und sich Hilfe zu holen.

Eltern können sich an sie wenden, wenn sie Fragen zur Erziehung haben, Veränderungen im Verhalten ihres Kindes bemerken und sich Sorgen machen, ihr Kind Schwierigkeiten in der Schule hat oder nicht mehr in die Schule möchte oder sie sich Begleitung in schulischen oder familiären Problemlagen wünschen. Alle Gespräche unterliegen dabei der Schweigepflicht.

Von Seiten der Stadt Rötz begrüßt

Von Seiten der Stadt begrüßte Bürgermeister Stefan Spindler die neue Jugendsozialarbeiterin und hieß sie offiziell als „neues Mitglied der Rötzer Schulfamilie“ an der Grundschule willkommen. Dass dieses wichtige Angebot „unter die Leute gebracht wird“, sei ihm ein großes Anliegen, so Spindler.

Im Anschluss stellte Laura Schmid sich vor. Sie hat sieben Semester „Soziale Arbeit“ studiert und ein Praxissemester absolviert. Auch Jugendamtsleiter Markus Biebl war bei der Begrüßung vor Ort. Wie er berichtete, habe das Jugendamt schon 1999 begonnen, die Jugendarbeit an den Schulen einzurichten. Die Intention dahinter: „Wir gehen dahin, wo die Schüler sind, so können wir sie alle erreichen.“ Seither wurde nach und nach erweitert, so dass es das Angebot ab September, wenn noch die Realschulen dazukommen, an 33 Schulen im Landkreis gibt.

Gefördert wird dieses vom Staat, ein Teil wird von den jeweiligen Kommunen beigesteuert und der Großteil vom Landkreis finanziert. Durch das Hilfsangebot vor Ort, durch das man schneller eingreifen könne, würden sogar die stationären Heimaufenthalte von Jugendlichen im Landkreis zurückgehen, so Biebl.

Nina Dietrich, die als Teamleiterin ihre 32 Kollegen an den Schulen betreut und selbst für eine Schule zuständig ist, informierte, dass auch bei sozialen Auffälligkeiten Hilfe angeboten werde.

Egal, ob es sich um Probleme in der Schule handle oder zu Hause, sagte Laura Schmid, bei Redebedarf – egal zu welchem Thema – könnten Schüler, Eltern und Lehrer sich an sie wenden. Auch Hausbesuche könne sie bei Bedarf anbieten.

Als Ansprechpartnerin ist Laura Schmid immer dienstags und donnerstags vor Ort an der Grundschule, vormittags für die Kinder, nachmittags für die Eltern. Wenn sie einmal nicht in ihrem Büro ist, zeigt eine Wäscheklammer an, wo sie sich gerade aufhält, zum Beispiel „bin im Schulhaus unterwegs“, „bin im Gespräch“ oder manchmal auch „bitte nicht stören“. Die Schüler würden meist vor dem Unterricht, in Pausen oder Freistunden zu ihr kommen. Es sei wichtig, für die Kinder eine verlässliche Person zu sein.

Dass das Hilfsangebot gut angenommen werde, bestätigt auch Schulleiterin Birgit Schlamminger. Sie sei sehr froh, dass dieses zur Verfügung stehe. Mundpropaganda sei wichtig, damit dieses bei allen bekannt gemacht und gut genutzt werden könne.

An der Grundschule vor Ort und telefonisch erreichbar

Beratung: Laura Schmid ist seit 1. März an der Grundschule Rötz. Sie ist immer dienstags und donnerstags in ihrem Büro in der Schule, vormittags für die Kinder, nachmittags für die Eltern. Auch Hausbesuche bietet sie bei Bedarf an.

Erreichbarkeit: Ansonsten kann unter Tel. 09971/78-761 Kontakt mit ihr aufgenommen werden.