16 Wohnungen am Geranienweg: Schwandorfer Unternehmer realisiert nächstes Großprojekt

In der Stadt Schwandorf müssen mehr Wohnungen gebaut werden. Darauf haben Bauexperten wiederholt hingewiesen. Für ein neues Vorhaben erfolgte nun der Spatenstich: Am Geranienweg entstehen zwei miteinander verbundene Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 16 Wohnungen. Für die Fläche in Kronstetten gibt es schon länger Baupläne.
Investor Maximilian Weigl reichte bereits 2022 einen Bauantrag zur Errichtung von zwei Mehrfamilienhäusern mit insgesamt zehn Wohneinheiten und einer Tiefgarage ein. Das Projekt wurde trotz Genehmigung aber nicht realisiert – auch wegen des damals beginnenden Ukraine-Krieges und den in der Folge steigenden Zinsen.
Projekt wurde noch einmal umgeplant
Zwischenzeitlich hat Weigl das Vorhaben etwas umgeplant. An der Form und der Kubatur des Gebäudes hat sich dabei wenig geändert. Allerdings wurden die Wohnungen anders zugeschnitten, so dass statt der ursprünglich zehn geplanten Wohnungen nun 16 entstehen sollen.

Der überwiegende Teil der 16 energieeffizienten Eigentumswohnungen sei bereits vor dem offiziellen Baustart verkauft, so Weigl. Die entstehenden Wohnungen werden von den Eigentümern zum Teil selbst genutzt, dienen aber auch teilweise als Kapitalanlage, erklärt der Schwandorfer Unternehmer. Die Eigentümer, die ihre Wohnungen künftig selbst nutzen wollen, würden laut Weigl überwiegend aus Schwandorf kommen.
Die geplanten Wohneinheiten im „Geranienhof“ haben laut Weigl eine Größe zwischen 50 und 135 Quadratmetern. Es sei ein „gesunder Mix“ an kleineren und größeren Wohnungen, meint der Investor. Mit den Veränderungen der Wohnungsgrößen sei er der Nachfrage nach kleineren Wohneinheiten nachgekommen, so Weigl.
Aus zehn Wohnungen sind 15 geworden
Die Gebäude sollen parallel zur Wackersdorfer Straße errichtet werden, am Geranienweg werden die 20 Parkplätze für die Bewohner entstehen. Mit dem Rohbau soll zeitnah begonnen werden, versichert Weigl. Das Richtfest werde vermutlich im Frühjahr stattfinden, im Dezember 2027 sollen die miteinander verbundenen Mehrfamilienhäuser fertiggestellt werden.
Für den Schwandorfer Unternehmer ist es ein weiteres Projekt, das er in der Großen Kreisstadt realisiert. Auch an der Hannathstraße im Stadtteil Fronberg entstehen momentan neue Wohnungen. An der Hannathstraße waren genauso wie am Geranienweg zuerst weniger Wohnungen geplant. Ein erster Bauantrag hatte zwei verbundene Mehrfamilienhäuser mit insgesamt zehn Wohnungen vorgesehen.
Im Mai 2025 lag dem städtischen Bauausschuss eine veränderte Planung vor. Das Vorhaben umfasste nun zwei Mehrfamilienhäuser mit 15 Wohneinheiten und 28 Parkplätzen. Nicht nur die Größe der Wohnungen sei aufgrund der Bedarfsänderung am Markt optimiert worden, sondern auch die Gesamthöhe des Gebäudes wurde im Zuge der Umplanung von knapp zwölf Metern auf etwas mehr als neun Meter reduziert.
Im Stadtteil Fronberg ist der Bau bereits weit fortgeschritten. Etwa 70 Prozent seien laut dem Investor fertig. Er rechnet mit dem Abschluss im Dezember 2026.

Trotz des nach wie vor angespannten Marktes, hoher Zinsen und gestrichener Förderungen halte die Weigl Unternehmensgruppe nach den Worten ihres Geschäftsführers an den eigenen Vorhaben fest. Denn die Nachfrage nach Wohnraum sei weiterhin vorhanden. Insgesamt realisiert Weigl derzeit rund 50 Eigentumswohnungen in Stadt und Landkreis Schwandorf. „Wohnraum entsteht nicht durch Ankündigungen, sondern durch Entscheidungen“, sagt Weigl.
Auch auf dem TWF-Gelände soll gebaut werden
Daneben bereitet die Unternehmensgruppe ein weiteres Großprojekt vor: Auf dem Gelände der früheren Tonwarenfabrik, direkt neben dem Rewe-Center, sollen 96 Wohnungen errichtet werden. Schwandorfs Stadträte werden sich vermutlich nach der Sommerpause erneut mit dem Projekt beschäftigen und über die öffentliche Auslegung der 1. Änderung beschließen. Weigl hofft, dass die Genehmigung bis Ende 2026 erteilt ist und mit der Erschließung des Areals in der zweiten Jahreshälfte 2027 begonnen werden kann. Der Bau selbst soll dann 2028 in drei Abschnitten umgesetzt werden.
Das neue Wohnquartier auf dem alten TWF-Gelände soll an das städtische Fernwärmenetz angeschlossen werden. Eine Vereinbarung sei laut Weigl abgeschlossen worden.