Kein Restaurant mehr im Sportpark Schwandorf: Inhaber Thomas Kick beendet Bewirtung

Von Nico Hilscher · 10. August 2026 um 05:00

Thomas Kick hat die Nase voll. In den vergangenen Jahren vermietete er die Räumlichkeiten des Sportparks an unterschiedliche Pächter. Nun ist auch das letzte Essensangebot Geschichte: Das Musiccafe B85 wird seine Türen nicht mehr öffnen. Genau genommen wird es im Sportpark Schwandorf in absehbarer Zeit gar keine Bewirtung mehr geben. Kick setzt künftig lieber auf Maschinen statt Menschen.

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Ob die Pizzeria Bella Italia oder eben zuletzt das Burgerrestaurant B85 – in den vergangenen Jahren kam es in der Gastronomie des Sportparks immer wieder zu Betreiberwechseln. Das B85 war bereits zum April gekündigt worden. Dass das vielen erst jetzt auffällt, liegt vor allem am ikonischen Schild des Lokals, das erst kürzlich entfernt wurde. Dass der Weggang schleichend und nahezu unbemerkt erfolgte, unterstreicht das Problem, das der Vermieter mit seinen Pächtern immer wieder hatte.

„Im B85 gab es vor der Kündigung schon Personalprobleme und dadurch geänderte Öffnungszeiten“, erklärt Kick auf Nachfrage der MZ. Ein Problem, das es künftig nicht mehr geben soll. Denn die Räumlichkeiten bleiben für Sportbegeisterte weiterhin nutzbar. Automaten übernehmen künftig die Getränkeversorgung, auch für kleine Snacks soll gesorgt sein. „Das Einzige, was wegfällt, ist die Bewirtung.“

Restaurant Zum Turner bietet ebenfalls Gastronomie in unmittelbarer Nähe

Die gibt es ohnehin nebenan im Restaurant Zum Turner. Wie der Besitzer des Sportparks erklärt, hätten zwei Restaurants an diesem Standort keinen Sinn gemacht. Mehr noch: „Für mich macht eigentlich nur ein Pächter über die Wintersaison Sinn“, sagt Kick.

Eine Bewirtung des Sportparks rechnet sich für mich nicht.Thomas Kick (Geschäftsführer Sportpark Schwandorf)

Denn die Hauptsaison beginnt im Sportpark erst Ende September beziehungsweise im Oktober. Erst dann werden auch die Automaten befüllt. Ende April neigt sich das bunte Treiben wieder dem Ende zu. Die Lokale im Freizeitzentrum mussten in dieser Zeit daher immer wieder Einbußen hinnehmen, erklärt der Vermieter. Dass es zudem keine Außensitzmöglichkeiten gibt, habe die Situation zusätzlich erschwert.

„Eine Bewirtung des Sportparks rechnet sich für mich nicht“, sagt Kick. Vielmehr habe er draufgezahlt, um den Sportlern überhaupt ein Angebot zu ermöglichen. Entsprechend hofft er auch auf Verständnis für den Schritt, den er nun geht.

Kinder und Jugendliche haben Restrauntangebot kaum genutzt

Dabei ist er guter Dinge. „Wir haben viele Kinder und Jugendliche hier, die haben das Restaurantangebot sowieso nicht genutzt.“ Deshalb erlaube er es den Besuchern auch, eigene Speisen und Getränke mitzubringen und in den Räumlichkeiten zu verzehren.

Die Sitzmöglichkeiten des ehemaligen Lokals sind täglich zu den Öffnungszeiten des Sportparks zugänglich – aktuell von 7 bis 23 Uhr. Damit bleibt auch der Platz für ein gemütliches Beisammensitzen nach dem Sport erhalten. Ob in ferner Zukunft noch einmal ein Lokal in die Räumlichkeiten ziehen wird? Das ist für Kick derzeit noch in weiter Ferne. Er möchte erst einmal abwarten, wie das neue Konzept angenommen wird.