Nächster Leerstand in Schwandorfs Innenstadt: Bäckerei Glaab schließt das Café Urbana 49

Es war über Jahre ein beliebter Treffpunkt für Frühstücksgenießer und Kaffeetrinker, seit vergangener Woche ist es Geschichte: Die Bäckerei Glaab hat sich dazu entschlossen, ihr Café Urbana 49 an der Meiserstraße zu schließen. Die Gründe sind vor allem wirtschaftliche, haben aber auch mit der Entwicklung in der Schwandorfer Innenstadt zu tun.
Die großen Plakate an der Eingangstür und dem Schaufenster sind nicht zu übersehen. „Geschlossen. Wir sagen danke für acht Jahre“, steht in weißen Großbuchstaben auf einem davon. Ein anderer Aushang wirbt bereits um einen Nachmieter für das „liebevoll eingerichtete Café“. Auf Anfrage der MZ bestätigte Daniela Glaab, Mitglied der Geschäftsführung bei der Bäckerei Glaab, die Schließung. „Ein reiner Cafébetrieb war wirtschaftlich nicht mehr tragbar“, erklärte die 33-Jährige.
Nach Corona ging der Umsatz im Café Urbana 49 zurück
Dabei war das Urbana 49 vor acht Jahren durchaus vielversprechend gestartet. Schnell hatten einige Stammgäste das Café für sich entdeckt. Doch dann kam Corona und das Lokal konnte nicht mehr an die Zahlen vor der Pandemie anknüpfen. Zuletzt waren die 28 Sitzplätze immer seltener voll, weshalb die Betreiber nun die Reißleine ziehen mussten. „Es fühlt sich nicht gut an, wenn man etwas schließt“, sagte Daniela Glaab.
Dennoch wolle sie nun nach vorne schauen. In Schwarzenfeld, Kümmersbruck und Rieden konnte die Schwandorfer Bäckerei, die aktuell rund 60 Mitarbeiter zählt, zuletzt neue Filialen eröffnen. Und auch in der Großen Kreisstadt ist man an der Breite Straße weiter vertreten. Produziert werden die Backwaren im Gewerbegebiet Gleisdreieck.
Daniela Glaab: Schließung von H&M hat die Innenstadt schwer getroffen
Besorgt blickt Daniela Glaab auf die Entwicklungen in der Innenstadt, zu der auch die Meiserstraße noch zählt. Vor allem die Schließung von Moderiese H&M habe das Zentrum schwer getroffen. Aber auch die „vielen Baustellen“ hätten zu einer abnehmenden Kundenfrequenz geführt. „Wir spüren am Umsatz, dass es weniger Geschäfte in Schwandorf gibt. Das ist eine extrem traurige Entwicklung“, erklärte die 33-Jährige. Ihre Familie sei sich schließlich bewusst: „Nur für eine Breze fährt man nicht jeden Tag in die Stadt. Aber wir sind natürlich um jeden Kunden heilfroh, der das tut.“