Neue Beschilderung für Regensburger Stadtparks: schöner, übersichtlicher und informativer

Von Clara Lietzmann · 13. August 2026 um 14:00

Regensburgs Parks bieten im Sommer Schatten und eine Auszeit von Hitze und Alltag. Doch die Geschichten, die manche alte Mauern oder Plätze hier erzählen können, bleiben wohl den meisten Besuchern verborgen. Das soll sich ändern: Mit einer neuen Beschilderung werden die städtischen Parks ab jetzt übersichtlicher, schöner und informativer. Den Anfang macht der Herzogspark.

Früher habe es ja geradezu einen Schilderwald hier gegeben, erklärte Helene Sigloch gestern bei einem Pressetermin. Da habe es ein altes Holzschild mit Basisinformationen am Eingang gegeben und noch mehrere gesonderte Schilder mit Piktogrammen, die auf Verhaltensregeln hinweisen.

Der Stadtpark wartet noch auf seinen Neuanstrich. - Foto: Clara Lietzmann

Dieser Zustand habe sich über viele Jahre hinweg entwickelt, so die Bürgermeisterin. Allerdings wirke es heute fast schon „lieblos“ und werde der Fürsorge und Aufmerksamkeit nicht gerecht, die man als Stadt in die Pflege der Grünflächenanlagen investiere.

Modern und einheitlich soll es werden

Daher begann nun eine Rundumerneuerung: Der Herzogspark ist der erste, in dem eine moderne und einheitliche Beschilderung eingeführt wurde. Diese bietet im Gegensatz zu vorher nicht nur eine neue Ästhetik, sondern auch wesentlich mehr Informationen. Nachdem der Park zuletzt eine Woche lang aufgrund eines abgefallenen Astes gesperrt war, ist er im Übrigen wieder voll zugänglich.

An den drei Eingängen gibt es nun moderne Schilder, an denen die Grünanlagensatzung über einen QR-Code abrufbar ist. Im Innenbereich findet sich jeweils eine Stele mit einer Karte zur Orientierung und ein großes Schild mit der Geschichte des Parks.

Wer sich noch weiter auf den Spaziergang durch die Anlage begibt, findet an markanten Sehenswürdigkeiten insgesamt fünf „Tischchen“, also Lesepulte mit Informationen über kulturelle oder botanische Besonderheiten. So könne man auch Details entdecken, die man gar nicht vermutet hätte, sagt Heike Ismer, Projektbetreuerin vom Amt für Stadtgrün. Zum Beispiel, dass der Brunnen im Renaissancegarten aus nur einem einzigen Sandsteinblock gehauen sei. Als gestalterisches Symbol für den Herzogspark wurde aufgrund des bekannten Rosengartens hier die Rose ausgewählt, die nun auf allen neuen Elementen zu sehen ist.

Sukzessive Ausweitung auf die ganze Stadt geplant

„Jeder Park hat eine eigene Funktion und Geschichte“, erklärt Ismer. Dem wolle man auch mit einer eigenen Farb- und Motivwahl für jeden von ihnen Ausdruck verleihen. Design und Inhalt werden in Zusammenarbeit mit einer externen Firma gestaltet, um einen frischen, unvoreingenommenen Blick auf die Sache einzubeziehen.

Sehenswürdigkeiten bekommen ein eigenes Lesepult. - Foto: Clara Lietzmann

Das neue Konzept und Erscheinungsbild sollen ab jetzt sukzessive, von der Innenstadt beginnend, auf alle Regensburger Parks ausgeweitet werden. Als Nächstes sind der Stadt- und Dörnbergpark an der Reihe. Der Prozess wird voraussichtlich zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen. Eile habe man nicht, denn Qualität gehe hier klar über Quantität, so Michael Daschner, Leiter des Amts für Stadtgrün. Jede der Anlagen wolle man in ihrer Individualität würdigen.