Von Schlauchwerfen bis Knotenbinden: Nachwuchsfeuerwehrleute aus Hemau legen Jugendflamme ab

Insgesamt 14 Jugendliche der Jugendfeuerwehr Hemau legten erfolgreich die drei Stufen der Jugendflamme ab. In den letzten Wochen wurden sie von den drei Jugendwarten Heidi Ziegaus, Jonas Ziegaus und Felix Kratzer ausgebildet und vorbereitet.
Die Jugendflamme ist ein Ausbildungsnachweis der Deutschen Jugendfeuerwehr für Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren. Sie ist in drei Stufen unterteilt. Bestandteile der Prüfungen waren das Auswerfen eines Schlauchs, das Binden von Knoten, Erste Hilfe, das Koppeln von Saugleitungen und das Spülen eines Unterflurhydranten.
Aufgaben der Feuerwehr werden immer vielseitiger
„Ich bin der Meinung, dass Jugendliche Tests und Prüfungen brauchen, um auf etwas hinzuarbeiten. Außerdem sollen sie dadurch auf die Aufgaben der Feuerwehr hingeführt werden, die immer vielseitiger werden“, sagte Alexander Waldhier, der stellvertretende Vorsitzende.

Bürgermeisterin hat nur lobende Worte
Neben der Jugendflamme werden weitere Abzeichen angeboten, die die Jugendlichen auf den aktiven Dienst vorbereiten. Dazu zählen die Jugendspange, die Leistungsabzeichen und die Modulare Truppausbildung (MTA). Mit dabei war Bürgermeisterin Petra Lutz. Sie fand nur lobende Worte für die Prüfungsteilnehmer: „Ich gratuliere euch ganz herzlich zur bestandenen Prüfung. Wir sind froh, dass wir so viele aktive Jugendliche in der Stadt Hemau haben. Danke auch an alle Ausbilder für euer Engagement.“ Außerdem hob sie die Bedeutung der Abzeichen hervor. „Es ist wichtig, junge Menschen zu Verantwortung zu erziehen. Das Ehrenamt ist Geben und Nehmen, und es ist wichtig, sie früh daran zu gewöhnen.“

Als ganz besondere Gäste waren auch zwei Feuerwehrmänner aus Hessen vor Ort. Günther Grün und Volker Schießer absolvieren derzeit einen Spendenlauf der Feuerwehr Hasselroth von Neuenhaßlau zur Partnerfeuerwehr nach Baden-Leesdorf in Niederösterreich. Auf ihrer Reise machten sie unter anderem bei der Feuerwehr Hemau Halt, die ihnen Verpflegung und eine Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung gestellt hat. „Wir haben nach Feuerwehren geschaut, die etwas größer sind und auf unserer Strecke liegen. Da hat Hemau dann super gepasst. Morgen geht es weiter nach Bad Abbach. Man merkt: Feuerwehrkameradschaft funktioniert auch länderübergreifend. Alle Kommandanten haben ohne zu zögern ihre Unterstützung zugesagt“, sagte Volker Schießer.
Für Spendenmarsch 755 Kilometer gelaufen
Die beiden legen täglich Etappen von rund 35 Kilometern zurück und werden in 24 Tagen insgesamt etwa 755 Kilometer laufen. Der Lauf wird von verschiedenen Firmen, dem hessischen Innenministerium sowie mehreren Kommunen und Bürgermeistern unterstützt. Anlass der Aktion sind das 150-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Baden-Leesdorf und das zehnjährige Bestehen der Feuerwehrpartnerschaft. Die Übernachtungen entlang der Strecke erfolgen in Feuerwehrhäusern.

Der Marsch ist in erster Linie als Gedenkmarsch gedacht. Zudem ist die Aktion als Spendenmarsch geplant: Für jeden gelaufenen Kilometer soll ein Euro gespendet werden, der jeweils zur Hälfte dem Sozialfonds des Kreisfeuerwehrverbandes Main-Kinzig und dem Unterstützungsfonds des Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes zugutekommt.