Die Kirche von Regensburg trauert um Priester – Vatikan-Diplomat stirbt mit 51 Jahren

Die Kirche von Regensburg trauert: Ein Priester aus dem Bistum ist am 6. August gestorben. Das teilte Generalvikar Dr. Roland Batz auf der Homepage des Bistums mit. Der Priester war lange Jahre in Rom im Vatikan tätig, arbeitete dort für das päpstliche Staatssekretariat.
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Generalvikar Dr. Roland Batz teilte auf der Homepage des Bistums mit, dass Monsignore Dr. Florian Kolfhaus am 6. August gestorben ist. Laut Batz wurde der Priester am 26. Oktober 1974 geboren, am 15. September 2000 zum Priester geweiht und am 31. Oktober 2000 im Bistum Regensburg inkardiniert. „Mit Dankbarkeit erinnern wir uns an sein Wirken beim Apostolischen Stuhl. Zuletzt im Krankenstand. Das Requiem wird am Freitag, 14.8.2026 um 11.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Josef in Straubing gefeiert. Anschließend findet die Beisetzung auf dem Friedhof in Straubing-St. Michael statt.“, so die Mitteilung des Generalvikars.
Weiter schrieb Batz auf der Homepage des Bistums: „Ich bitte Sie alle um Ihr Gebet für unseren Mitbruder. Möge Jesus Christus, der Hohepriester und Gute Hirt, ihn aufnehmen in sein himmlisches Reich.“
Der in Straubing geborene Priester war ein Vatikan-Mitarbeiter seit 2009. Der Dogmatiker arbeitete seit 2009 in einer Sektion des Päpstlichen Staatssekretariates. Dieses entspricht in etwa einem Außenministerium des Vatikanstaates. Er hatte bis 2006 in Rom die päpstliche Diplomatenakademie durchlaufen und war anschließend in der Nuntiatur in Kolumbien tätig sowie beim Europarat in Straßburg.
Im Staatssekretariat des Vatikans war Kolfhaus für internationale Behörden wie die OSZE, die NATO und die WHO zuständig. Der Vatikan gilt weltweit als äußerst gut vernetzt und pflegt über die Priesterschaft und die Bischöfe der jeweiligen Länder in die ganze Welt beste Kontakte.
Kolfhaus wurde in Straubing geboren und kam als Ministrant und als Pfadfinder bei der Katholischen Pfadfinderschaft Europas zur Kirche. geweiht wurde er 2000 vom umstrittenen Bischof Kurt Krenn in St. Pölten. Von dort aus wechselte er in die Diözese Regensburg. Theologisch vertrat Kolfhaus die Minderheitenposition, dass Maria nicht gestorben sei, sondern lebend in den Himmel aufgenommen wurde – eine These, die er in seinem Buch „Stärker als der Tod" ausführte.