Bei Deutschlands härtestem Fernseh-Quiz: Regensburger verpasst Chance auf 100.000 Euro

Von Philip Hell · 10. August 2026 um 13:00

100.000 Euro: Auf diesen Gewinn hatte es der Regensburger Student Jonas Spießl (26) am Samstagabend im Fernsehen abgesehen. Bei der „Quizchampion“ – laut eigener Aussage „das härteste Quiz Deutschlands“ – trat er gegen eine Reihe prominenter Experten an.

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Im Studio befand sich Spießl in bester Gesellschaft: Schwimm-Legende Franziska van Almsick (Sport), Schauspieler Axel Milberg (Literatur und Sprache), Nachrichten-Moderatorin Pinar Atalay (Zeitgeschehen) sowie Komiker Wigald Boning (Erdkunde) und Michael "Bully" Herbig (Film und Fernsehen) waren seine potentiellen Gegner.

Los ging es aber erstmal mit ein paar Eindrücken aus Regensburg. Die Fernseh-Zuschauer bekamen römische Legionäre an der Donau zu sehen. Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad sorgten die Bilder für ein wenig Abkühlung. Offenbar wurde der Clip nämlich im Winter gedreht – zumindest waren schneebedeckte Dächer zu sehen. Das aber nur am Rande. Einer der Legionäre entpuppte sich als Kandidat Spießl, der Geschichte studiert. Er sei leidenschaftlicher Reenactor. Heißt: Er spielt historische Begebenheit nach. Wenn man in Regensburg wohne, so Spießl, komme man um die Geschichte des römischen Reiches kaum herum, sagte Spießl in dem kleinen Film, während er über die Steinerne Brücke spaziert – in voller Legionärs-Ausrüstung freilich.

Dabei interessiere er sich nicht nur für Geschichte, sondern auch für Archäologie, sagte Spießl, während er durch das Historische Museum am Dachauplatz geht. Vor dem Dom gab es dann eine klare Ansage in die TV-Kamera: „Ich werde Quiz-Champion, weil ich als römischer Soldat schon einige historische Schlachten überstanden habe. Da werde ich ja wohl auch die Experten im Studio mit Leichtigkeit besiegen.“

Regensburger Student tritt im Fernsehen auf: Kann er gegen die ZDF-Experten bei „Quiz Champion“ bestehen?

Moderator Johannes B. Kerner bot Spießl zunächst das „Du“ an – ersparte ihm allerdings nicht die Kurzfragerunde. Sieben richtige Antworten in einer Minute galt es zu geben. Sprichwörter und Kinderliedertitel vervollständigen, Rechnen, Geografie, spanischer Fußball, Tiere und Filmgeschichte: All das stellte für den Studenten keine Herausforderung dar. Die Fragen schienen ihm fast ein wenig zu einfach zu sein. Er habe extra gezögert, um ja nicht zu überheblich zu wirken. „Ich wollte eine gewisse Demut an den Tag legen“, sagte Spießl augenzwinkernd.

In der Show geht es darum, die Experten nacheinander auf ihrem Wissensgebiet zu schlagen. Am meisten freue er sich auf Wigald Boning, sagte Spießl – zunächst musste er allerdings gegen Michael „Bully“ Herbig ran. In der ersten Frage ging es darum, welche Filmfigur ständig als „feige Sau“ bezeichnet werde. Der Regensburger tippte auf Elwood Blues in „Blues Brothers“ und lag damit leider daneben. Film-Experte Herbig erklärte, dass es sich um Marty McFly aus „Zurück in die Zukunft“ handelt.

Zwischen den Oscars und Vorabend-Krimis: Regensburger hat kleine Blockbuster-Bildungslücke

Als Nächstes ging es um TV-Ermittler aus dem PK14, die heuer ihr 40-jähriges Jubiläum feiern. Herbig und Spießl tippten beide richtigerweise auf das „Großstadtrevier“. Der Regensburger Student überzeugte dabei mit einem fundierten Fachwissen in Bezug auf Fernseh-Krimis. Die Beamten von „Notruf Hafenkante“ seien nämlich Teil des PK21.

Von der beschaulichen Welt deutscher Vorabend-Krimis ging es in Sachen Fragen zum bedeutendsten Film-Preis des Globus: Gefragt wurde, wer die „Big Five“, also die Oscars für Regie, Hauptdarsteller, Hauptdarstellerin, Drehbuch und Bester Film, gewinnen konnte. Zur Auswahl standen: „Titanic“, „Das Schweigen der Lämmer“ und „Forrest Gump“. Der Regensburger tippte auf die erste Antwort, Bully Herbig auf die zweite. Es tue ihm leid, er wisse es nicht, sagte Spießl. Herbig erinnerte daran, dass „Titanic“-Star Leonardo diCaprio erst sehr spät „seinen“ Oscar gewonnen habe. Außerdem habe „Forrest Gump“-Hauptdarstellerin Robin Wright nicht bei der Preisverleihung reüssiert.

Regensburger im Fernsehen: Beim TV-Quiz war er „mit seinem Latein am Ende“

Und so war klar: Der Regensburger fliegt schon in der ersten Runde raus – fand sich damit allerdings schnell ab. „Ist in Ordnung“, kommentierte Spießl. Moderator Kerner gab ihm die Hand: „Hat viel Spaß gemacht.“ Die Stimme aus dem Off kommentierte etwas sarkastisch mit Bezug auf einen berühmten Satz von Caesar (und den Asterix-Comics): „Die Würfel sind gefallen.“ Spießl sei wohl mit seinem Latein am Ende gewesen, sagte die Stimme weiter. Der Regensburger ging somit nicht mit 100.000 Euro nach Hause – dafür war er um eine Erfahrung reicher.