Umzug zum Neumarkter Jura-Volksfest findet wegen der Hitze ohne Pferde und Esel statt

Von Mittelbayerische Zeitung · 7. August 2026 um 15:54

Angesichts der Wetterprognose mit Temperaturen deutlich über 30 Grad hat die Stadt Neumarkt als Veranstalterin kurzfristig beschlossen, dass der Umzug am Sonntag ohne Tiere stattfindet.

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Nach intensiven Gesprächen mit Fachstellen und nach sorgfältiger Abwägung sei am Donnerstag entschieden worden, keine Tiere einzusetzen, teilte die Stadt am Freitagnachmittag mit. „Wir haben in der Innenstadt noch vier bis fünf Grad mehr zu erwarten, als die Vorhersage derzeit angibt“, sagt Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn.

Die Prominenz wird dieses Jahr von einem Festwagen herunterwinken. - Foto: Eva Gaupp

Weil so kurzfristig die Rahmenbedingungen nicht mehr geändert werden könnten, habe man sich im Austausch mit dem Veterinäramt für einen einmaligen Ausschluss der Tiere entschieden. Für die Ehrengäste bedeutet dies, dass sie nicht in Kutschen chauffiert werden, sondern auf einem großen Festwagen mitfahren, der von einem historischen Traktor gezogen wird.

Zudem müssen einige Vereine auf die geplanten Kutschen verzichten und auch Reitergruppen sowie Eselgruppen müssen ihre Tiere zu Hause lassen. Alle anderen Festwagen sollen ausnahmsweise von Traktoren gezogen werden.

Höchstens Esel aus Blumen werden die Zuschauer dieses Jahr an neumarkts Straßen zu sehen bekommen. Die echten bleiben im Stall. - Foto: Eva Gaupp

Da die Hitze nicht nur Vierbeiner, sondern auch alle Zweibeiner belastet, hat die Stadt bei der Festbrauerei Glossner deutlich mehr Sonnenschirme geordert, die entlang der Marktstraße und am Eingang des Festplatzes aufgestellt werden.

Wasserstation der Neumarkter Glossnerbräu

Außerdem sorgt die Neumarkter Glossnerbräu dafür, dass sich Teilnehmer des Festzugs an einer Wasserstation auf Höhe der Rathaus-Apotheke mit gekühlten Getränken versorgen können. Außerdem bittet die Stadt Teilnehmer und Besucher, für ausreichend Sonnenschutz zu sorgen.

„Der Festzug ist einer der Höhepunkte unseres Jura-Volksfests. Gleichzeitig tragen wir Verantwortung für alle Beteiligten – insbesondere auch für die Tiere“, wird der Oberbürgermeister weiter zitiert. Der Schutz und das Wohlergehen der Pferde hätten oberste Priorität. „Wichtig für mich ist: Das ist eine einmalige Entscheidung! Wir wollen die Tradition mit Pferden und Eseln beim Festzug genauso wie bei der Pferdeschau in jedem Fall aufrechterhalten.“ Hierfür setzten sich die Organisatoren mit großem Engagement für angepasste Rahmenbedingungen ein.

Stadt Neumarkt verlegt Umzug künftig vielleicht auf den Vormittag

Angedacht sei, den Festzug künftig in die kühleren Morgenstunden zu verschieben. Darüber will man sich mit den Gremien des Stadtrates sowie betroffenen Gruppen und Institutionen abstimmen.

Der Festzug startet am Sonntag um 14 Uhr in der Freystädter Straße, führt über Ringstraße, Bahnhofstraße, Marktstraße, Kurt-Romstöck-Ring bis zum Festplatz.