Rodinger Kreisverkehr am Ortseingang muss saniert werden: Zwei Wochen Sperre ab 31. August

Von Oliver Hausladen · 6. August 2026 um 17:00

Risse, Vertiefungen und abgefahrenes Bankett – er sei schon öfter darauf angesprochen worden, wann der Kreisverkehr am Rodinger Ortseingang bei der Bundeswehr-Kaserne saniert werde, berichtet Dr. Richard Bosl, Abteilungsleiter für den Landkreis Cham beim Straßenbauamt Regensburg.

Nun ist es bald soweit: Vom 31. August bis zum 11. September wird der viel befahrene Kreisel samt Zufahrten auf Vordermann gebracht. Dafür ist eine Vollsperrung nötig, die einige Umleitungsstrecken mit sich bringt, darunter eine ungewöhnliche für den landwirtschaftlichen Verkehr: Diese führt durch den Standortübungsplatz der Kaserne.

Auf dem Kreisverkehr ist viel los: Täglich nutzen ihn etwa 8500 Fahrzeuge, davon 470 im Schwerlastverkehr. Dass dabei der Asphalt mit der Zeit stark in Mitleidenschaft gezogen werde, sei unvermeidbar, erläuterte Bosl. Der Zeitraum sei bewusst in die Sommerferien gelegt worden, weil dann etwas weniger Verkehr sei und auch die Schulbusse nicht betroffen sind. Dem Abteilungsleiter ist klar, dass dies in dieser Zeit nicht die einzige Baustelle im Rodinger Stadtgebiet sein wird, es werde aber im Vorfeld versucht, Überschneidungen zu vermeiden. „Bisher hat es immer gut mit den Ausweichrouten geklappt, etwa beim Ausbau der B85“, erläuterte er.

Maßnahme soll 200 000 Euro kosten

Der Kreisverkehr samt Zufahrten wird auf einer Länge von etwa 120 Metern und auf rund 2800 Quadratmetern Fläche saniert, erklärte Bosl, 200 000 Euro hat das Straßenbauamt für die Maßnahme eingeplant. Die Baufirma Fahrner wird die Asphalt- und Binderschicht ebenso erneuern wie Pflasterungen und Bankette, auch werden tiefer liegende Schadstellen saniert. Das Straßenbauamt sorgt anschließend für neue Markierungen. Die Arbeiten können nur unter Vollsperrung durchgeführt werden.

Die Umleitungsstrecke erfolgt zum Großteil über die B85-Anschlussstelle Mitterdorf, sagte Uwe Friedsrichs vom Straßenbauamt. Für das Gewerbegebiet in der Kagerstraße mit Aldi und McDonalds sowie für das Bundeswehrdienstleistungszentrum werden Behelfszufahrten erstellt, die aber nur mit Autos nutzbar sind. Lastwagen müssen weiter zur Ausfahrt Wetterfeld, und können von dort aus ins Gewerbegebiet gelangen, der Zulieferverkehr sei somit sichergestellt. Die Zufahrt zur Kaserne erfolgt in diesem Zeitraum über Chamer Steig und Crownstraße. Der Bleichweg ist nur für Anlieger sowie Radfahrer und Fußgänger frei.

Zum Gewerbegebiet an der Kagerstraße wird es ebenso eine provisorische Zufahrt geben wie zum Bundeswehrdienstleistungszentrum, der Bleichweg ist nur für Anlieger sowie Radfahrer und Fußgänger nutzbar. - Foto: Oliver Hausladen

Eine große Besonderheit gibt es für den landwirtschaftlichen Verkehr, der über den Standortübungsplatz der Bundeswehr umgeleitet wird, dies wird täglich von 7 bis 18 Uhr möglich sein. „Das Entgegenkommen der Bundeswehr ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit“, sagte Bürgermeisterin Alexandra Riedl, die wie auch Bosl für die große Kooperationsbereitschaft dankte.

Bei den Bussen der Linien 200 (Roding – Bahnhof Roding), 210, 211 (Roding – Cham) und 218 (Roding – Wetterfeld) entfällt im Zeitraum der Sanierung die Haltestelle Stadthalle/Soldatenheim, ansonsten verkehren sie normal.

Freude bei Bürgermeisterin Riedl

Das Projekt sei innerhalb der anberaumten zwei Wochen machbar, sagte Erich Wagner von der Baufirma Fahrner. Noch vor dem eigentlichen Baubeginn würden die provisorischen Zufahrten eingerichtet, die Termine, etwa für Asphaltierung, seinen schon fest eingetaktet, „der Plan steht.“

Bürgermeisterin Riedl freute sich, dass das Projekt nun umgesetzt wird. Der Kreisverkehr sei einer der am meisten frequentierten Punkte im Stadtgebiet, die Notwendigkeit der Sanierung „absolut gegeben“.

Überschneidungen so gut es geht vermeiden

Sie zeigte sich zuversichtlich, dass es vor allem für Autofahrer zu keinen großen Problemen kommen werde, die Umleitung durch Mitterdorf habe schon öfter gut funktioniert. Bei der Ampelanlage am Rathaus könne im Bedarfsfall bei den Grünphasen auch nachjustiert werden, sollte es zu größeren Staus kommen, kündigten sie und Bosl an. Behinderungen werde es aber trotzdem geben, sagte die Rathaus-Chefin und bat dafür schon um Verständnis: „Es ist gut, dass etwas gemacht wird und wir wollen in den Sommerferien auch so viel wie möglich schaffen“, erklärte die Rathaus-Chefin.

Mit der Sperrung der Falkensteiner Straße, die in zwei Wochen beginnt, werde es keine großen Überschneidungen geben, ist sie überzeugt. Auf die Baustelle in der Further Straße habe die Stadt allerdings keinen Einfluss. Auch hier würde es aber nur maximal eine Woche lang parallel eine Baustelle geben, sagte Bosl.