Suspendierter Landlpfarrer: Flugblattaktion in Neumarkter Christuskirche als Protest

Von Hans Peter Gleisenberg · 4. August 2026 um 05:00

Die Protestaktionen für den Verbleib von Pfarrer Alexander Proksch als Leiter der Landlpfarrei im Kreis Neumarkt reißen nicht ab. Am Sonntag wurde nicht nur in Mühlhausen der Verbleib von Proksch gefordert. Auch in Sulzkirchen, wo der suspendierte Geistliche seinen Wohnsitz hat, formiert sich Widerstand der Kirchengemeinde. In der Neumarkter Christuskirche regnete es Flugblätter.

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Wie Michael und Magdalena Seitz am Sonntagabend unserem Medienhaus mitteilten, habe man sich unter dem Namen „Sulzkirchener Protestanten“ zusammengeschlossen und eine Protestaktion in der Christuskirche in Neumarkt gestartet.

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Nach dem Gottesdienst haben beide, im Namen aller Unterstützer, Protest-Flugblätter von der Kanzel ins Kirchenschiff geworfen – mit der Botschaft: „Der Pfarrer bleibt im Dorf!“. Weiter war darauf zu lesen „Wer im Glashaus sitzt wie unsere Kirchenoberen, sollte nicht mit Steinen werfen“. Tenor der Aktion sei gewesen: „Wir wollen unseren Pfarrer behalten, der in allen Belangen eine hervorragende Arbeit leistet.“

Flugblätter in der Christuskirche wurden eingesammelt

Magdalena Seitz berichtet, dass Dekanin Christiane Murner, die den Gottesdienst feierte, die Flugblätter habe einsammeln lassen. Laut Seitz gab es weder mit Kirchenbesuchern noch mit der Geistlichen Kontakt. Dass man unter der Forderung „Proksch muss bleiben“ auf solche Aktionen zurückgreife, habe auch mit vergangenen Erfahrungen der Sulzkirchner mit den Kirchenoberen zu tun. Sie hätten nicht dem Wohle der Gemeindeglieder gedient, sagt Seitz.

Ein Kritikpunkt in Sulzkirchen sei auch, dass man sich beim Besuch von Bischof Klaus Stiegler registrieren müsse. Älteren Gläubigen, die keinen Internetzugang haben, würde so die Teilnahme zumindest deutlich erschwert, erklärt Seitz.