Autos blockieren Weg: Eingeschränktes Halteverbot in Hausheimer Straße in Berg

Mit Autos, die den Weg blockieren, und der kommunalen Wärmeplanung hat sich der Gemeinderat Berg in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause beschäftigt. Beim Thema Wärme war es den Verantwortlichen wichtig, zu erklären, dass es sich dabei nicht um Vorschriften, sondern um Anregungen handelt. So könnte die Wärmeplanung aussehen.
Die Bayernwerk Netz GmbH und das Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV) haben die kommunale Wärmeplanung für Berg im Auftrag der Gemeinde erstellt. Ziel ist, eine langfristige Strategie für eine sichere, bezahlbare und klimafreundliche Wärmeversorgung zu entwickeln, wie es im Gemeinderat hieß. Dabei handle es sich um einen strategischen Planungsprozess, der Orientierung biete, jedoch keine Verpflichtungen für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer auslöse.
Nun wurden den Gemeinderäten die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung und die daraus abgeleiteten Ziel-Szenarien für eine klimaneutrale Wärmeversorgung vorgestellt. Christina Albrecht, Projektmanagerin der Bayernwerk Netz GmbH und Sebastian Stöhr, Ingenieur des Institutes für nachhaltige Energieversorgung (INEV), ein Tochter-Unternehmen der Bayernwerk GmbH, gingen auf die Thematik ein. Sie betonten ausdrücklich, dass die Kommunale Wärmeplanung keine Umsetzungspflicht für einzelne Maßnahmen begründe.
Keine Vorschrift, sondern Orientierungshilfe
Untersucht wurden der aktuelle Wärmebedarf, die vorhandene Energie-Infrastruktur sowie die Potenziale erneuerbarer Energie. Unter die Lupe genommen wurden zudem erneuerbare Energiequellen wie Photovoltaik, Solarthermie, Biomasse, Umweltwärme und oberflächennahe Geothermie.
Für mehrere Ortsteile und Siedlungsbereiche wurde geprüft, ob der Aufbau von Wärmenetzen wirtschaftlich sinnvoll sein könnte. Die Ergebnisse zeigten jedoch, dass aufgrund der Siedlungsstruktur, der Bebauungsdichte und der Wärmeliniendichten in weiten Teilen des Berger Gemeindegebiets künftig dezentrale Versorgungslösungen die wirtschaftlich sinnvollste Option darstellen, so die Experten. Dazu zählen insbesondere Wärmepumpen, Biomasseheizungen oder hybride Heizsysteme in Kombination mit erneuerbaren Energien. „Die Wärmeplanung gibt eine Richtung vor, schreibt aber niemandem eine bestimmte Heizung oder Investition vor. Sie dient als Orientierungshilfe für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen“, betonte Bürgermeister Peter Bergler.
Außerdem erklärte der Bürgermeister, dass die Gemeinde Berg beim Stadtradeln vom 8. Juni bis 28. Juli ein Zeichen für Klimaschutz und Gemeinschaft gesetzt habe. Insgesamt hätten 61 aktive Radlerinnen und Radler in acht Teams in die Pedale getreten. Gemeinsam absolvierten sie 999 Fahrten und legten dabei knapp 19 000 Kilometer zurück. „Jedoch geht es beim Stadtradeln nicht nur um Kilometer-Rekorde, sondern um das Miteinander, die Gesundheit eines jeden und um die Umwelt“, so Bergler.
Feuerwehrleute dürfen weiterhin parken
Der Gemeinderat befasste sich anschließend mit den Anregungen und Wünschen aus den Bürgerversammlungen in Berg, Loderbach, Oberölsbach, Hausheim, Stöckelsberg und Sindlbach. Im Hauptort Berg soll es in einem Teilbereich der Hausheimer Straße von der Staatsstraße 2240 bis hin zur Einmündung der Friedenstraße ein beidseitiges eingeschränktes Halteverbot geben.
Dies hatte wegen der vielen Parker auf dieser Trasse vor einigen Wochen auch SPD-Gemeinderätin Erna Späth angeregt. Weiterhin parken können in diesem Bereich allerdings die Feuerwehrleute der Berger Wehr, die bei Einsätzen ihre Privat-Autos dort in der Nähe des Feuerwehrhauses abstellen.
Ob die Granitpflaster-Fläche von der Hauptstraße bis hin zum Sophie-Scholl-Platz, die seit längerer Zeit erhebliche Unebenheiten aufweist und dort bislang keine Sanierung erfolgte, neu mit Pflastersteinen befestigt oder die Fläche mit Asphalt versiegelt werden soll, wird eine Überplanung ergeben und soll dann vom Gemeinderat abgesegnet werden.
Kleinere Wünsche der Loderbacher wurden laut Bürgermeister zumeist vom Bauhof bereits erledigt. Die Risse in der Ortsverbindungsstraße von Richtheim nach Kadenzhofen sollen ausgebessert werden, ebenso die Trasse im Industriegebiet zwischen Loderbach, der Autobahn und der B 299a.
Gemeinderats-Splitter
• Kreisverkehr: Zur Frage nach der Pflege des Kreisverkehrs bei Richtheim sagte der Bürgermeister, dass hierfür nicht die Kommune zuständig sei, sondern die Straßenbauverwaltung.
• Umgehung: Bergler ging außerdem kurz auf den aktuellen Sachstand der Umgehung von Oberölsbach ein. „Inzwischen haben sich die Zuständigkeiten geändert“, bemerkte Bergler. Für einen Teilbereich bestehe eine Ausnahme-Genehmigung des Landkreises für eine Baumaßnahme auf einer Länge von 40 Metern. Mit den betroffenen Grundstücks-Eigentümern solle nun die Kommune Verhandlungen aufnehmen.
• Linksabbieger-Spur: Die Forderung von Hausheimer Bürgern, eine Linksabbieger-Spur an der Hausheimer Straße in die Einmündung in die Neumarkter Straße in Berg anzubringen, wurde geprüft und sei nach Einschätzung der zuständigen Polizei in Neumarkt nicht umsetzbar. Die gewünschte Fahrbahn-Markierung sollte jedoch geprüft werden.
• Verbesserungen: Verbesserungen bei den Friedhöfen in Stöckelsberg und in Oberrohrenstadt wurden bereits durchgeführt, so Bergler. Die ökologische Situation in der St.-Jakobus-Gemeinde im Gewässer Sindelbach soll verbessert werden. Eine Wiederansiedlung von Bachforellen könnte dazu beitragen.