Eine der ältesten Feuerwehren Bayerns: FF Burglengenfeld feierte 160. Jubiläum

Im kleineren Rahmen feierte die FF Burglengenfeld ihren 160. Geburtstag. Es war keine leichte Aufgabe für das Organisationsteam, den Rückblick auf eine der hundert ältesten Wehren in Bayern und eine Ehrung des mitgliederstärksten Feuerwehrvereins im Landreis Schwandorf mit derzeit 1103 Mitgliedern unter einen Hut zu bringen. Allein die Anzahl der verdienten Mitglieder von 25 bis zu 70 Jahren belief sich auf die stolze Summe von 198 Förderern.
Die Feierlichkeiten am Samstagnachmittag begannen mit einem ökumenischen Gottesdienst, den Pfarrer Gottfried Tröbs zusammen mit Pfarrer Michael Hirmer gestaltete. Musikalisch wurden die zwei Geistlichen von den „Ehemaligen“, bestehend aus früheren Musikern der Blaskapelle St. Vitus, begleitet. Der Altar war eigens aus einer alten Tragkraftspritze, Standrohren und Verteilern zusammengebaut worden.
Für seine Predigt ließ sich Hirmer etwas Besonderes einfallen, denn er ließ den neuen Kommandanten Thomas Beer aufstehen und den Schulterbereich seiner Uniformjacke absuchen. Zu finden seien dort nämlich kleine Flügel, wenn man nur genau hinsehe, so Hirmer. Dem Dekan zufolge sind die Feuerwehrler nämlich alle Engel, denn wenn sie ausrückten, täten sie etwas Gutes und würden Schutz und Geborgenheit bieten. Als Feuerwehrpfarrer gab er den Engeln einen Herzenswunsch mit auf den Weg: „Passt auf euch auf und kommt gesund wieder heim.“
Nach verheerendem Stadtbrand Feuerwehr gegründet
In seine Begrüßungsansprache ging Vorstand Marcus Härtl zunächst auf die Entstehungsgeschichte der FF Burglengenfeld ein, die am 21. Oktober 1866 nach einem verheerenden Stadtbrand gegründet wurde. Die erste Auto-Löschspritze wurde 1921 angeschafft, und ab dem Jahr 1954 war die Wehr mit dem ersten Tanklöschfahrzeug unterwegs. Heute habe sich das Portfolio der Wehr komplett verändert. Man sehe eine Wehr, die technisch auf höchstem Stand sei.
Eines habe sich in der gesamten Zeit nicht geändert, und das seien die Menschen, die diese Gerätschaften als Ehrenamtler bedienten. Dieser Dienst sei kein Muss, sondern beruhe auf Freiwilligkeit. Daher genieße die Wehr solch einen gesellschaftlich hohen Stellenwert. Härtl dankte den Einsatzkräften und Unterstützern dafür, denn das Schönste am Feuerwehreinsatz sei oft, dass er für die Öffentlichkeit unspektakulär, aber erfolgreich ende.
In seinem anschließenden Grußwort ging Bürgermeister Martin Antretter (SPD) zunächst auf die 160 Jahre des Bestehens ein. Dahinter stünden viele Generationen von Helfern, die sich freiwillig engagiert hätten – und dies schon ein Jahr nach der Gründung in Teublitz, als es dort zu einem Großbrand gekommen sei.

Bürgermeister Antretter sichert Unterstützung zu
Inzwischen habe sich die Technik weiter entwickelt, was große Anstrengungen bei der Ausbildung erfordere. Auch das Einsatzspektrum habe sich enorm vergrößert. Die Feuerwehr genieße in der Stadt größtes Vertrauen und könne sich auch weiter auf die Unterstützung verlassen, so Antretter weiter. Der Rathauschef sah in den Investitionen für die Wehren auch eine Investition in die Zukunft der Stadt. Sein Dank galt allen Aktiven und ihren Angehörigen. Sie gäben jedem Bürger Sicherheit und Verlässlichkeit, seien kompetent und menschlich.
Stellvertretender Landrat Hans Prechtl (CSU) hob in seiner Ansprache die Bedeutung der Wehr auch auf Landkreisebene hervor, wo die Einsatzkräfte stets für Unterstützung bereit stünden. Prechtl hob hervor, dass im Laufe der Zeit auch viele Frauen zum Feuerwehrdienst gefunden hätten. Sie seien inzwischen ein unverzichtbarer Bestandteil, sagte er.
Gemeinschaft zeichnet die Feuerwehr aus
Kreisbrandrat Christian Demleitner gratulierte den Feuewehrlern abschließend aus fachlicher Sicht. Die Wehren seien immer durch technische Entwicklungen getrieben worden. Gott sei Dank hätten sich dabei die Menschen nicht verändert. Man solle nie vergessen, dass die Feuerwehr eine Gemeinschaft sei, denn das zeichne sie aus. Niemals werde er vergessen, so Demleitner, wie die Wehr und die Stadt Burglengenfeld zusammen den Deutschen Jugendfeuerwehrtag als Austragungsort präsentiert hätten.
Der offizielle Teil der Jubiläumsveranstaltung endete mit einer kleinen Überraschung, denn Ehrenmitglied Heinrich Bartsch trat ans Mikrofon und bedankte sich im Namen aller Jubilare für den gelungenen Kommersabend.
Diese Vereinsmitglieder wurden ausgezeichnet
• 25 Jahre: Christian Anton, Josef Augustin, Andreas Beck, Frieda Böhm, Ludwig Denk, Inge Ebensberger, Markus Eckert, Robert Ederer, Annemarie Fischer, Annemie Gerstmeier, Monika Gerstmeier, Roland Götz, Walter Grenzer, Thomas Gubernath, Franz Haneder, Michaela Hartl, Martin Hecht, Harald Hofmann, Christopher Huttner, Wolfgang Joachimi, Fritz Kolb, Ingrid Kosler, Christian Kumeth, Andreas Liegl, Andrea Mittenmaier, Günter Nowak, Dieter Pichl, Michael Pinzl, Peter Pitschi, Edith Poguntke, Otfried Poguntke, Sebastian Poguntke, Regina Schindler, Walter Schmid, Gerhard Schneeberger, Markus Trettenbach, Gabriele Trettenbach, Gottfried Tröbs, Kurt Wächter, Josef Weiß
• 40 Jahre: Markus Dechant, Siegfried Dickert, Hubert Glaubitz, Friedrich Gluth, Josef Gruber, Reinhold Härtl, Josef Hebauer, Johann Hecht, Peter Hintermeier, Heinfried Höchst, Heinz Karg, Harry Kordesch, Josef Meier, Reiner Putzer, Anton Redl, Hubert Riedle, Josef Schmalzbauer, Albert Stockinger, Gerhard Weigert
• 45 Jahre: Rudolf Biegelmeier, Klaus Biersack, Edeltraud Deml, Johann Fuchs, Ewald Fuchs, Karl-Heinz Grenzer, Peter Hartl, Karl-Heinz Hofbauer, Josef Höfler, Adolf Huttner, Hans-Joachim Ingenrieth, Ludwig Merl, Jürgen Schießl, Hans Schönwetter, Heinrich Spickenreuther, Norbert Stark, Wolfgang Theml, Anna Weiß, Bernhard Wollny
• 50 bis 65 Jahre: Georg Ackermann, Anton Albrecht, Gerhard Bachfischer, Erwin Bauer, Horst Bauernfeind, Josef Besenhard, Reinhard Birzer, Karl Birzer, Josef Bodner, Dr. Dieter Breitfelder, Siegmund Brunner, Rudolf Eibl, Klaus Eichhammer, Alfons Eichhammer, Kurt Eichhammer, Erwin Feldmeier, Thomas Felix, Rupert Ferstl, Johann Feuerer, Günther Fischer, Hans Fischer, Josef Gassauer, Erich Gerneth, Josef Glaubitz, Josef Gleixner, Ernst Hackl, Hans-Georg Hahn, Christine Haider, Hermann Härtl, Klaus Härtl, Harald Hasenbank, Franz Xaver Hecht, Manfred Herlig, Xaver Hofer, Josef Humbs, Josef Hüttinger, Wulf Kalinke, Rudolf Kammerer, Heinz Kemeter, Georg Knerer, Gisela Kuffer, Richard Kugler, Manfred Lamml, Wilhelm Leibl, Monika Liebau, Robert Liegl, Richard Loesti, Josef Lösler, Albert Markl, Reinhold Meckl, Peter Meier, Rudolf Meyer, Winfried Michler, Rudolf Muggenthaler, Erwin Nießl, Rudolf Pauer, Josef Paul, Thomas Pfaller, Emil Pressl, Annelise Prückelmeier, Siegfried Prüll, Gerd Rickl, Ulrich Röhr, Heinz Rothballer, Dr. Albrecht Rotter, Alfons Schlagenhaufer, Michael Schmid, Franz Stadik, Johann Stadlbauer, Herbert Stefan, Roland Steindl, Erwin Steiner, Karl-Heinz Strobel, Franz Vögerl, Georg Walberer, Heinrich Wein, Heidi Wenzl, Karl-Heinz Wörle, Erich Wullinger, Daniel Guice, Hubert Hartl, Klaus Meier, Herbert Reindl, Ernst Bollwein, Werner Dantl, Josef Heumann, Manfred Jobst, Peter Karl, Walter Kieslich, Johann Philipp, Gerhard Vierl, Helmut Biegelmeier, Monika Fischer, Max Fischer, Hans Koller, Herbert Loos, Peter Winter, Fritz Braun, Josef Koller, Rudolf Lell, Johann Mahrer, Anna Hofer, Werner Rickl, Hermann Steinbauer, Max Graf, Anton Grenzer, Manfred Schönwetter, Sieghard Gubernath, Heinz Kosler, Ludwig Steger, Oskar Braun, Hans-Jürgen Mielke, Josef Dietrich, Heinrich Bartsch, Fritz Fischer, Josef Heindl, Erwin Schramm, Ferdinand Ebensberger, Oskar Meier, Hubert Knorr
• 70 Jahre: Alfred Metzger