Drachenstich Furth im Wald: Ritterpaar, neue Spieler und alte Hasen sind mit Begeisterung dabei

Das Warten auf den Drachenstich hat ein Ende. Am Freitagabend wurde große Premiere gefeiert. Was man jetzt schon sagen kann: Die neuen Spieler in der Gruppe grün haben sich bereits bestens etabliert.
Allen voran natürlich das Ritterpaar Julia Baumann und Max Wild. Selbstverständlich soll nicht zu viel verraten werden, aber die Ritterin gibt sich gewohnt empathisch. Uneigennützig und gerecht, ist sie vor allem auf das Wohl der Menschen bedacht. Ihren Opfermut spielt Julia sehr ausdrucksstark. Ebenso die neu hinzugekommene Facette der tatkräftigen Wehrhaftigkeit.

Ritterin und Ritter wieder einmal ein Glücksgriff
Max Wild trägt die Art und Weise seiner Spielfreude schon im Namen. Wie ein Derwisch fegt er durch die Arena und lässt Drache Fanny keine Chance. Sein Siegesschrei, wenn er den finalen Schwertstoß setzt, übertönt sogar den Jubel des Publikums. Auch seine weiteren Spielszenen und die Respektlosigkeit gegenüber dem Kardinal trägt er überzeugend vor. Bravo für beide!

Pater Willibald wird in dieser Saison von Martin Maier gespielt. Die Antwort auf seine Darstellung gibt hinter der Bühne sein Bruder Helmut, der den Pater seit Jahren in der Gruppe blau zeigt: „Ich bin wahnsinnig stolz auf ihn.“

Die Rolle des „neuen“ Chamerauer, der in diesem Jahr mit seiner Bosheit nicht mehr hinter dem Berg hält, sondern ganz offen aggressiv klar macht, was er von seinen Untergebenen hält und wie er mit ihnen umzugehen gedenkt, ist Florian Fischer auf den Leib geschrieben. Er verkörpert die Figur mit großer Ausdruckskraft.
Ein weiterer Fiesling und Kriegstreiber dazu ist der Sekretär des Kardinals. Lukas Böhm findet sich tadellos in die Rolle und wenn er ruft: „Krieg!“, dann jagt es dem Zuschauer einen Schauer über den Rücken.

Haltungsnote eins auch für den dritten bösen Buben im Geschehen. Patrick Lukas spielt den Mörder von Florian und überzeugt auch beim Überfall auf die Burg mit der Wut des Wüstlings.
Das Schicksal von Florian ist ja kein leichtes. Erst wird ihm der Arm abgetrennt, dann wird er ermordet. In seinen Spielszenen versprüht Korbinian Stoiber einen guten Witz, der für viele Lacher sorgt. Ein Lauser, wie ihn Wilhelm Busch sich ausgedacht haben könnte. Seine Mama im Stück, wie im echten Leben, ist Sandra Stoiber.
Alexander Pongratz steigt später ein
Auch sie meistert ihre Rolle mit Bravour, spielt die mit ihrem Sohn überforderte Mutter tadellos. Fehlt in der Gruppe grün nur noch Alexander Pongratz, der den Arzt Raphael verkörpert. Er musste am ersten Wochenende pausieren, weil er bei den Ritterspielen eingespannt ist. Am Montag lesen Sie an dieser Stelle einen ausführlichen Bericht über die Premiere der Aufführung vom Freitagabend.
