Wettbewerb der Landschaftsarchitekten: Drei Preise für Furth im Wald sind drin

Von Alexander Frimberger · 31. Juli 2026 um 05:00

Der Verband der Bayerischen Landschaftsarchitekten (bdla) lobt einen Publikumspreis aus. Diesmal ist auch Furth im Wald im Landkreis Cham mit dabei und muss sich gegen starke Konkurrenz beweisen. Doch wenn alle, die von der Landesgartenschau begeistert waren, abstimmen, dann hat Furth im Wald eine Chance, glauben Bürgermeister Sandro Bauer und Heidi Wolf. Und Überraschung: Furth könnte insgesamt sogar drei Preise einsammeln.

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Wolf ist für die Öffentlichkeitsarbeit auf der Landesgartenschau zuständig gewesen. Sie ist sicher: „Die Landesgartenschau hat mit über 400.000 Besuchern einen unerwarteten Rekord geschafft. Wenn viele davon abstimmen, müsste der Publikumspreis zu holen sein.“

Abstimmen und den Preis abholen

Wie das geht, weiß der Further Rathauschef. Einfach auf der Internetseite des Verbandes der Bayerischen Landschaftsarchitekten einwählen (www. bdla.de). Dort muss man seine Email-Adresse angeben, bekommt eine Bestätigungsmail und kann dann einmal seine Stimme abgeben.

Bis zum 24. August ist eine Stimmabgabe möglich. 17 in Bayern realisierte Projekte kämpfen um die Auszeichnung. Darunter ist starke Konkurrenz, zum Beispiel Kirchheim bei München, wo bekanntlich die Landesgartenschau im Jahr 2024 stattgefunden hat. Das Siegestor und sein städtebauliches Umfeld mit Begrünung und Maßnahmen zur Barrierefreiheit in München ist dabei oder auch das Projekt Wohnen am Rosengarten in Ingolstadt.

„Der Wettbewerb würdigt Projekte und Planungen in Bayern, die sich durch innovative und nachhaltige Außen- und Landschaftsräume hoher Qualität, sowohl in der Neuanlage als auch im Bestand auszeichnen“, erklärt Ulrich Stefan Knoll, Pressesprecher des Verbandes. Der bdla habe zudem ausdrücklich die junge Generation von Planern zu einer Teilnahme am Wettbewerb eingeladen, um ihre beruflichen Ideale und Visionen zu fördern, so Knoll weiter. Bauer hat vom Berliner Planungsbüro Planorama erfahren, dass das Landesgartenschaugelände nominiert worden ist. Die Hauptstädter sind mit ihren Planungen für das Erscheinungsbild des Geländes verantwortlich.

Ob Furth im Wald den Preis bekommt, steht natürlich noch in den Sternen. „Für uns ist es aber schon eine Riesen-Ehre, dass wir dabei sind.“ Trotzdem sieht er seine Grenzstadt nicht chancenlos. Er beschwört das „Wir-Gefühl“, das beim Sommermärchen im vergangenen Jahr alle mitgerissen hat.

Touristischer Nutzen für die Stadt und die Region

Das könne ein Vorteil gegenüber größeren Städte sein, wo das Interesse in der Bevölkerung möglicherweise nicht so ausgeprägt sei. „Wir hoffen, dass viele für das Landesgartenschaugelände abstimmen, dann kann es funktionieren.“

Sollte es mit dem Preis klappen, sieht Bauer in jedem Fall Vorteile: „Das sollte für die Stadt, aber auch für die Region einen touristischen Nutzen bringen.“

Auf Nachfrage erklärt Knoll, dass die Grenzstadt neben dem Publikumspreis noch zwei weitere einfahren könnte. Eine Jury vergibt den Hauptpreis über alle Kategorien und weil das Gartenschaugelände in der Rubrik öffentliche Parks und Grünanlagen mit drei weiteren Projekten nominiert ist, könnte es auch hier noch zum Sieg kommen. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 30. Oktober.