Große Suchaktion in Furth im Wald: Um 3.30 Uhr kam der erlösende Funkspruch

Von Mittelbayerische Zeitung · 30. Juli 2026 um 06:59

Eine großangelegte Vermisstensuche nach einem 13-jährigen Mädchen hat in der Nacht zum Donnerstag in Furth im Wald (Landkreis Cham) ein glückliches Ende genommen.

Video ansehen

Das Mädchen aus dem Landkreis Mittelsachsen war laut Polizeibericht mit seinen Pflegeeltern auf einem Campingplatz in Furth im Wald im Urlaub. Nach dem Besuch der Generalprobe des Drachenstich-Festspiels kehrte die Familie zum Campingplatz zurück. Dort wollte die 13-Jährige noch zur Toilette gehen – und verschwand. Nachdem die Familie das Mädchen zunächst selbst erfolglos auf dem Campingplatz gesucht hatte, verständigte sie gegen 0.45 Uhr die Polizei.

Eine groß angelegte Suchaktion wurde eingeleitet. Neben zahlreichen Streifen der Polizei wurden die Führungskräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst alarmiert. Die Einsatzleitung wurde im Rettungszentrum Furth im Wald eingerichtet. Auch der Erste Bürgermeister der Stadt Furth im Wald, Sandro Bauer, machte sich vor Ort ein Bild von der Lage und informierte sich über den Stand der laufenden Suchmaßnahmen.

Nach einer gemeinsamen Lagebesprechung unter Leitung des stellvertretenden Dienststellenleiters der Polizeiinspektion Furth im Wald, Erster Polizeihauptkommissar Josef Weindl, mit Kreisbrandrat Michael Stahl, dem Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Furth im Wald, Franz Stoiber, sowie dem Rettungsdienstleiter Tobias Muhr wurden weitere Einsatzkräfte nachalarmiert. Aufgrund der unmittelbaren Nähe des Campingplatzes zum Drachensee, zum Fluss Chamb sowie zum bewaldeten und teilweise unwegsamen Gelände im Bereich Dieberg wurden zusätzlich die Wasserrettungsorganisationen von DLRG und Wasserwacht sowie die Bergwacht in die Suchmaßnahmen eingebunden. Auch ein Polizeihubschrauber unterstützte die Suche aus der Luft.

Vermisste in Furth im Wald: Suchradius fortlaufend erweitert

Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften wurde der Suchradius fortlaufend erweitert. Gegen 3.30 Uhr kam schließlich der erlösende Funkspruch: Das Mädchen war im Bereich des Cave-Gladium-Geländes aufgefunden worden.

Die 13-Jährige befand sich laut Polizeibericht in einer psychischen Ausnahmesituation. „Sie war apathisch und hatte sich selbst leichte Verletzungen zugefügt“, heißt es. Auf Anordnung der Polizei brachte sie der Rettungsdienst in eine Fachklinik.

Die Polizei bedankt sich in ihrer Mitteilung ausdrücklich bei allen beteiligten Einsatzkräften von Feuerwehr, Rettungsdienst, DLRG, Wasserwacht und Bergwacht für die hervorragende und reibungslose Zusammenarbeit. Das schnelle und koordinierte Vorgehen aller Beteiligten habe maßgeblich dazu beigetragen, dass das Mädchen gefunden werden konnte.