Bräuhausstraße in Furth im Wald wird nach dem Drachenstich zum Teil zur Einbahnstraße

Von Alexander Frimberger · 29. Juli 2026 um 15:00

Die Bräuhausstraße wird auf dem Abschnitt von der Bäckerei Gruber bis zur Kreuzung Carl-Clos-Straße zur Einbahnstraße. Wann es soweit ist und warum die Maßnahme notwendig wird, weiß Furths Bauamtsleiter Alois Stoiber.

Jeder Verkehrsteilnehmer, der von der Von-Müller-Straße (VMS) in die Bräuhausstraße abbiegt, weiß, dass sich dort ein Nadelöhr befindet. Gegenseitige Rücksichtnahme ist unerlässlich. Aus der Bräuhausstraße kommend muss man ziemlich weit in die VMS einfahren, um den Gegenverkehr zu sehen.

Das kann laut Stoiber vor allem für Radfahrer zum Problem werden, die auf einer Motorhaube landen könnten. „Radfahrer werden hier sehr viel schlechter wahrgenommen“, so der Bauamtsleiter. Weiterer Gefahrenpunkt: Lastwagen, die an der Stelle abbiegen wollen, schaffen das oftmals nicht, weil der Radius in die VMS zu eng ist. Ob die Spuren am Haus auf der linken Seite am Ende der Bräuhaustraße davon zeugen, kann Stoiber nicht mit Gewissheit sagen.

Parkbucht soll für Anwohner erhalten bleiben

Ein dritter Pferdefuß ist die Parkspur auf der rechten Fahrbahnseite. Die soll, so der Bauamtsleiter, für Anwohner erhalten bleiben. Auch die Bäckerei braucht die Spur für die wöchentliche Lkw-Anlieferung von Mehl. Im Moment kann das bei Gegenverkehr schwierig werden. Wenn die Parkbucht komplett zugeparkt ist, entsteht ein Nadelöhr. Dann muss ein Verkehrsteilnehmer so lange rückwärts fahren, bis es eine Ausweichmöglichkeit gibt.

Mit der jetzt auch im Stadtrat vorgestellten und beschlossenen Maßnahme sollen die Probleme allesamt beseitigt werden. Laut Stoiber wird die Bräuhausstraße von der VMS kommend zur Einbahnstraße, die ist für ein Fahrzeug breit genug, auch wenn die Parkbucht erhalten bleibt. Die Regelung gilt bis zur nächsten Kreuzung. Dort erhält die Carl-Clos-Straße nach rechts in den weiteren Verlauf der Bräuhausstraße Vorfahrt. Von der Michael-Datzl-Straße kommend biegt die Vorfahrt an gleicher Stelle nach links ab.

Die Maßnahme hat laut Stoiber auch einen weiteren positiven Effekt, weil der Verkehr abgebremst wird, wenn man nicht in einem Rutsch durch die Bräuhausstraße rauschen kann. Vom Bayplatz kommend in die VMS wollend können Verkehrsteilnehmer über die Carl-Clos-Straße fahren. Besser sei es aber zunächst, auf der Michael-Datzl-Straße zu bleiben und dann auf Höhe Alfred-Peter-Platz in die Josef- Heigl-Straße abzubiegen.

Die Carl-Clos-Straße wird zur Vorfahrtsstraße. Derzeit wird geprüft, ob an der Kreuzung ein Parkverbot kommt. - Foto:

Im Moment werde noch abgeklärt, ob im Kreuzungsbereich Carl-Clos-Straße ein Park- und Halteverbot kommen muss, damit nicht eine neue Engstelle entsteht. Die notwendigen Straßenschilder seien bestellt, erklärt Stoiber. Für den innerstädtischen Bereich in einem genehmigten, kleineren Format. Auch sogenannte Vorwarnschilder, die auf die kommende Situation hinweisen, werden angebracht.

Einen Toleranzzeitraum gibt es nicht

Derzeit prüfe der Bauhof geeignete Maststandorte, an denen die Schilder angebracht werden. Voraussichtlich nach dem Festspiel Drachenstich soll die Maßnahme umgesetzt werden. Stoiber empfiehlt vor allem Ortskundigen, besonders aufmerksam zu sein. Wer seit Jahren die bisherige Verkehrsführung gewohnt ist, könne die neue anfangs schon einmal übersehen. Übrigens, einen Toleranzzeitraum für Verkehrsteilnehmer, die die neuen Regeln aus alter Gewohnheit oder Unaufmerksamkeit übersehen, gibt es nicht.