Deutschklasse an „Volksschule Furth im Wald - Mittelschule“ steht auf der Kippe

Neuwahlen und kleinere Änderungen an der Satzung sowie der Geschäftsordnung standen auf der Tagesordnung des Schulverbandes Volksschule Furth im Wald – Mittelschule. Zudem gab Rektorin Barbara Aumann einen Sachstandsbericht.
Die Amtszeit der neuen Vorsitzenden läuft bis zum 30. April 2032, also bis zu den Kommunalwahlen. Zum Vorsitzenden wurde Furths Bürgermeister Sandro Bauer wiedergewählt, sein Stellvertreter heißt Alois Heitzer, Bürgermeister der Nachbargemeinde Arnschwang. Im Rechnungsprüfungsausschuss sitzen Stadträtin Theresa Silberhorn, Weidings Bürgermeister Daniel Paul, der gleichzeitig Vorsitzender des Ausschusses ist, sowie Heitzer. Die überörtliche Prüfung der Jahresrechnungen 2020 bis 2024 ergab laut Stefan Schmidberger, Hauptamtsleiter der Drachenstadt, keine Auffälligkeiten. Der Verband ist schuldenfrei, hat Rücklagen in Höhe von 156 000 Euro. „Der Bericht ist erfreulich und bestätigt, dass wir ordentlich arbeiten“, sagte der alte und neue Vorsitzende. Die Satzung und die Geschäftsordnung des Verbandes mussten minimal angepasst und somit neu erlassen werden. Unter anderem wurde ein Sitzungsgeld in Höhe von 30 Euro beschlossen.
Aumann berichtete, dass die Schülerzahlen leicht rückläufig seien und sich im Bereich von 250 bewegen. Im Moment sehe es so aus, dass keine Deutschklasse für Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, für die Stufen sieben bis neun zustande kommt. Es gebe noch keine genauen Daten, aber es wären mindestens 15 Kinder notwendig. „Es ist schade, weil da können wir die Schüler gut fördern.“ Gerade intensives Arbeiten an der deutschen Sprache habe dazu geführt, dass einige gute Abschlüsse bei den Kindern dabei seien, die diese Klassen durchlaufen haben. Die Praxisklasse werde im vierten Jahr weiterlaufen. Sie wird demnach gut angenommen.
Zentrale Bedeutung wird das sogenannte Startchancen-Programm der Länder haben. Das soll die Bildungsgerechtigkeit verbessern. Ausgegeben werden können die Fördergelder für die Verbesserung von Infrastruktur, die Aufstockung von Personal sowie für Intensivunterricht für Basiskompetenzen wie Deutsch und Mathe.
Laut Aumann benötigt man Schulsozialarbeiter, deswegen steht man derzeit mit dem Träger in Verhandlungen. Es sehe im Moment so aus, dass man ein bis drei Personen Verstärkung bekommen könne. Die können Projekte initiieren, präventiv arbeiten oder auch den Umgang mit Konflikten schulen. Deutschklasse und Sozialarbeiter fallen beide in den Bereich Startchancen. Laut Bauer ist man gerade dabei abzuklären, wie ernst es dem Freistaat ist, die Gelder freizugeben. Fördermittel müssten auch zur Realität passen, so der Vorsitzende.