Pegel der Donau am Limit: Das wird für die Schifffahrt in Regensburg nun zum Problem

Die Wassertiefe der Donau in Regensburg ist nur noch knapp vom historischen Niedrigstand entfernt. Und daran würden wohl auch ein paar Regentage erstmal nichts ändern, erklärt ein Experte.
Holger Ott vom Wasserwirtschaftsamt teilt auf Anfrage mit, dass am Messstand bei Oberndorf zuletzt ein Pegel von 150 Zentimetern gemessen wurde. Der historisch tiefste Stand liegt hier mit 144 Zentimetern nur noch knapp darunter. Die Werte seien aber nicht nur in der aktuellen Hitzeperiode begründet. Der Donau-Pegel hänge insbesondere mit den Grundwasserständen zusammen: „Und der entscheidet sich vor allem im Winter, da findet die Grundwasserbildung statt.“ Deswegen würde, selbst wenn es demnächst ein paar Regentage gäbe, der Donau-Pegel nur kurzfristig ansteigen. Um eine dauerhafte Verbesserung zu erleben, „bräuchte es mal wieder einen richtig nassen Winter mit viel Regen und viel Schnee“, sagt Ott.
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Wie die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung mitteilt, haben die außergewöhnlich niedrigen Pegelstände auch Folgen für die Schifffahrt. Das Niedrigwasser, wie es auch bei Regensburg zu erleben ist, verringere die verfügbare Fahrwassertiefe und damit die mögliche Abladetiefe der Schiffe. „Güterschiffe können nicht mehr voll beladen werden, sodass für die gleiche Transportmenge mehr Fahrten nötig sind“, sagt Jan Stubbe, Leiter des Fachbereichs Schifffahrt beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Donau MDK. Für die Logistik entlang der Donau bedeute das höhere Transportkosten, längere Vorlaufzeiten und in Einzelfällen die Verlagerung von Ladung auf Schiene und Straße. „Die Donau bleibt auch bei Niedrigwasser eine tragende Verkehrsader – aber jeder Zentimeter Pegel entscheidet über die Wirtschaftlichkeit einer Fahrt. Wir arbeiten daran, die Fahrrinne verfügbar und die Prognosen für die Betriebe verlässlich zu halten“, sagt Stubbe.