Tat vor Dönerladen in Schwandorf: Angeklagter googelte nach „Mord“ und „Gefängnis“

Im Prozess um drei Menschen, die vor einem Dönerladen in Schwandorf mit einem Auto verletzt wurden, überschlugen sich am zweiten Verhandlungstag die Ereignisse. Pikante Suchanfragen, die der Angeklagte am Tat-Tag via Google gestellt hatte, lassen aufhorchen.
Nach zahlreichen Aussagen von Augenzeugen und Polizisten wurden am Donnerstagnachmittag auch Details aus der Handyauswertung des Beschuldigten bekannt. Demnach rief der 28-Jährige Marokkaner, der in dringendem Tatverdacht steht, am 31. August 2025 einen Leihwagen in einen Freisitz gesteuert zu haben, am Tattag mehrmals die Suchmaschine Google auf.
Dort soll er unter anderem gefragt haben, welche Strafen bei Mord drohen und wie lange man dafür im Gefängnis verbringt. Außerdem soll er gegoogelt haben, ob der Dönerladen am Sonntag öffnet.
Prozess am Landgericht Amberg wird am Montag fortgesetzt
Die Suchanfragen, so hatte die Auswertung ergeben, wurden in kurzen zeitlichen Abständen gestellt. War die Tat, die weit über die Grenzen des Landkreises für Aufsehen sorgte, also doch geplant? Diese Frage blieb auch am Donnerstag offen. Am Montag wird der Prozess fortgesetzt.