Falsche Auswertung: Stadt Regensburg berichtigt Wahlergebnis nach Bedenken der Regierung

Von Philip Hell · 31. Juli 2026 um 07:00

Die Kommunalwahl liegt geraume Zeit zurück: Vor über vier Monaten schritten die Regensburger – oder zumindest einige von ihnen – zur Urne, um den Stadtrat und das Stadtoberhaupt zu wählen. Die Behörden beschäftigt eine solche Wahl allerdings noch weitaus länger, wie sich nun zeigt. Das Ergebnis der Stadtratswahl in Regensburg wird nämlich korrigiert.

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Das gab die Stadt in ihrem Amtsblatt am Montag bekannt. Darin heißt es, dass die Regierung der Oberpfalz bei der amtlichen Wahlprüfung Mitte Juni festgestellt habe, „dass von Wahlvorständen und Briefwahlvorständen einzelne Stimmzettel, die zu Bedenken Anlass gegeben hatten und über deren Gültigkeit deshalb Beschluss gefasst worden war, falsch ausgewertet wurden“. Daher müsse man das Wahlergebnis berichtigen. Konkret betrifft das die Wahlvorschläge zwei, fünf, neun und zwölf – mithin die Freien Wähler, die SPD, die Linkspartei und die Ribisl-Partie. Durch die Änderung ergeben sich auch Auswirkungen auf die Reihenfolge der Listennachfolge.

SPD, Freie Wähler, Linkspartei und Ribisl-Partie profitieren von Änderungen beim Regensburger Wahlergebnis

Wie groß sind diese Verschiebungen? Juliane von Roenne-Styra, Sprecherin der Stadt Regensburg, teilt auf Nachfrage mit, dass die Freien Wähler 37 Stimmen hinzugewinnen, bei der SPD sind es 22 Stimmen, die Linkspartei kommt nun auf ein Plus von 23 Stimmen, die Ribisl-Partie auf 25 mehr. Insgesamt gehe es um 14 Stimmzettel, sagt von Roenne-Styra.

Und wie wirkt sich das auf die Listennachfolge aus? Johann Scheuerer ist nun auf Platz 35 der Listennachfolger bei den Freien Wählern. Er ersetzt damit Gisela Sieber. Bei der SPD waren die Nummern 28 und 29 gleichauf. Zwischen Ann-Kathrin Söllner und Simon Reichmann musste das Los entscheiden. Bei der Linkspartei überholt Harald Sandner (zuvor Platz 26) Aziz Cinar. Bei der Ribisl-Partie ändert sich dagegen nichts.

Stadt Regensburg betont nach Mini-Korrektur beim Wahlergebnis: „Berichtigungen sind völlig normal“

Der Sprecherin der Stadt Regensburg ist es wichtig, zu betonen: „Die vorher genannten Berichtigungen sind völlig normal und die Regierung der Oberpfalz hat der Stadt mit Schreiben vom 15. Juli eine sehr gute Arbeit attestiert.“