Bahnstrecke Regensburg-Nürnberg soll fertig werden: Klappt es dieses Mal wirklich?

Von David Santl · 31. Juli 2026 um 05:00

Jetzt aber wirklich: An diesem Freitag, 31. Juli, soll die Bahnstrecke zwischen Regensburg und Nürnberg öffnen. Nur könnte es auf den letzten Metern wieder eine Verzögerung geben. Sowohl die Deutsche Bahn als auch der Fahrgastverband „Pro Bahn“ haben eine klare Prognose.

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Der große Tag ist da: An diesem Freitag, 31. Juli, soll die fast sechsmonatige Sanierung der Bahnstrecke Nürnberg-Regensburg endlich fertig sein. Dieses Versprechen gab es Anfang Juli zumindest von Gerd-Dietrich Bolte, dem Vorstand für Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO.

Damals musste die Bahn wenige Tage vor der geplanten Strecken-Öffnung am 10. Juli eingestehen, dass der Termin wegen Verzögerungen bei der Sicherheitsüberprüfung nicht zu halten ist. Klappt es nun wenigstens mit dem 31. Juli oder könnte buchstäblich auf den letzten Metern noch etwas schief gehen?

Eine Sprecherin der Deutschen Bahn hat auf diese Frage jedenfalls eine klare Antwort: „Es bleibt dabei, dass zum Beginn der bayerischen Sommerferien, am Abend des 31. Juli, die Strecke wieder durchgehend für alle Züge nutzbar sein wird.“ Zum Betriebsstart am 1. August würden dann alle Züge wieder planmäßig im Regelbetrieb fahren. Am Samstagmorgen um 5.33 Uhr soll der erste Zug den Regensburger Hauptbahnhof in Richtung Nürnberg verlassen, um 7.13 Uhr soll der erste Zug aus Nürnberg in Regensburg ankommen.

Erste S-Bahnen fahren bereits

Neben den Verantwortlichen zeigt sich dieses Mal auch Jörg Schäfer vom Fahrgastverband „Pro Bahn“ optimistisch. Als die Bahn Anfang Juli zugeben musste, dass die Korridorsanierung nicht pünktlich fertig wird, war das für ihn keine Überraschung. Bereits in den Monaten zuvor machten sich Verbandsmitglieder ein Bild vom Baufortschritt. Weil einiges noch nicht fertig war, ahnten sie bereits länger, dass es zu einer Verzögerung kommen könnte.

Nun geht Schäfer davon aus, dass die Bahn ihre Zusage einhalten kann und dass ab diesem Wochenende die Züge wieder rollen. S-Bahn-Pendler zwischen Neumarkt und Nürnberg können sich ohnehin schon seit ein paar Tagen freuen. Seit Montag fahren auf der Strecke bereits stündlich S-Bahnen. Dabei handelt es sich um einen Vorlaufbetrieb – der gut gestartet ist, betont die Bahnsprecherin.

Einen Wermutstropfen gibt es aber trotzdem. Die Deutsche Bahn warnt bereits jetzt davor, dass der Start des regulären Zugverkehrs holprig werden könne. „Allgemein gilt, dass es in der ersten Phase bei Inbetriebnahmen von Projekten dieses Ausmaßes noch zu einzelnen Verzögerungen kommen könnte“, sagt die Sprecherin der Deutschen Bahn.

Trotz sorgfältiger Abnahmen und Prüfungen der technischen Anlagen könnten bestimmte Mängel oder verdeckte Fehler erst im echten Betrieb und unter der verkehrlichen Belastung festgestellt und beseitigt werden, heißt es weiter. Aus diesem Grund seien Fachteams entlang der Strecke unterwegs, die die Störungen dann schnellstmöglich beheben sollen.