Prüfer akzeptierte Ersatz-Lösung nicht: Bahn erklärt Verzögerung bei der Strecken-Sanierung

Von David Santl · 8. Juli 2026 um 15:01

Die Meldung vom Dienstagabend ließ bei Pendlern buchstäblich die Gesichtszüge entgleisen: Die Bahn schafft es doch nicht, die voll gesperrte Strecke zwischen Regensburg und Nürnberg an diesem Freitag zu öffnen. Die seit fünf Monaten andauernde Sanierung verzögert sich bis zum 31. Juli. Nun ist klar: Das Problem liegt unter anderem in Parsberg (Landkreis Neumarkt) - und erwischte offenbar selbst die Verantwortlichen eiskalt.

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In einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz erklärte die Deutsche Bahn am Mittwoch den Grund für die Verzögerung: Schuld ist die Leitungssicherungstechnik der Stellwerke an den Bahnhalten in Parsberg (Landkreis Neumarkt) und Ochenbruck (Landkreis Nürnberger Land). Die Entscheidung, die Sperre zu verlängern, fiel offenbar sehr kurzfristig. Bis Dienstagmittag sei man davon ausgegangen, die Strecke planmäßig am Freitag öffnen zu können. So schilderte es Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand für Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO.

Zwar seien die Probleme in Parsberg und Ochenbruck seit Tagen bekannt gewesen. Die Bahn habe aber direkt Ersatzmaßnahmen getroffen, um ein planmäßiges Durchfahren und Halten der Züge trotzdem zu gewährleisten. Ein Abnahmeprüfer sei dann allerdings zu dem Ergebnis gekommen, dass diese Ersatzmaßnahmen nicht umsetzbar sind. „Wir waren uns sicher, dass es so klappt, aber die Akzeptanz vom Prüfer war nicht da. Das hat uns kalt erwischt, aber wir respektieren die Entscheidung“, so Bolte.

Vorstand: „Züge werden am 31. Juli fahren“

Die Ersatzmaßnahmen hätten vorgesehen, die Weichen festzulegen, ohne dass diese gestellt werden müssen. Die Meldung, wann ein Zug in den Abschnitt rein oder rausfährt, wäre durch Mitarbeiter erfolgt – und nicht automatisch übers Stellwerk. Die nötigen Restarbeiten und die ausstehenden Sicherheitsprüfungen hätten laut Plan der Bahn in der Nacht erfolgen können. Problem sei laut Bolte nämlich nicht die Technik an sich gewesen, sondern die Zeit, um alles zu prüfen. Das soll jetzt binnen drei Wochen erledigt sein. Bolte verspricht: „Die Züge werden am 31. Juli fahren. Da sind wir uns absolut sicher.“