Firma Bögl zieht zurück: Vorläufig keine Windräder in Ortsteilen von Kelheim

Die Pläne für Windräder im Bereich von Kapfelberg und Gundelshausen sind bis auf Weiteres vom Tisch: Die Stadt Kelheim teilte am Freitagmittag mit, dass seitens der Firma Max Bögl die Planungen „vorerst nicht weiterverfolgt“ würden.
Das Neumarkter Unternehmen habe „in einem persönlichen Gespräch mit Bürgermeister Dennis Diermeier sowie anschließend schriftlich“ mitgeteilt, seine Planungen vorerst zu stoppen, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt. Das Gespräch hatte Diermeier in einem Interview mit unserer Zeitung bereits angekündigt.
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Mit der Mitteilung Bögls „ruhen die Planungen für das Windenergieprojekt bis auf Weiteres“, heißt es in der Pressemitteilung aus dem Rathaus. Über den Stopp seien „auch die Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer, die Interesse an einer Verpachtung ihrer Flächen bekundet hatten“, bereits informiert. „Als Grund nennt die Firma insbesondere die aktuell schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“, so die Stadt. Bögl wolle aber „die Entwicklungen weiterhin beobachten“ und behalte sich eine Wiederaufnahme der Projektentwicklung vor, falls sich „die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen künftig deutlich verbessern“. Darüber würde dann die Stadt Kelheim informiert.
Das Gebiet um Kapfelberg gehört zu den insgesamt 1,3 Prozent der Kelheimer Landkreis-Fläche, die als sogenannte Vorranggebiete für Windräder ausgewiesen sind. Der zuständigen Regionale Planungsverband Regensburg – er vereint die Landkreise Neumarkt, Regensburg, Kelheim und Cham – hat den Regionalplan für Windenergie im September 2025 beschlossen. Im Raum Kapfelberg, Gundelshausen und Lohstadt sorgte dies, zusammen mit der geplanten Ausweisung von großen Photovoltaik-Potenzialflächen, für starke Kritik, unter anderem seitens der Initiative „Heimat retten“.