Firma Donhauser baut neue Bleibe für auswärtige Berufsschüler in Schwandorf

Von Hubert Heinzl · 23. Juli 2026 um 19:00

An der Ettmannsdorfer Straße in Schwandorf wird eine neue Unterkunft für auswärtige Berufsschüler gebaut – nur fünf Minuten vom Bahnhof entfernt. Die Baufirma Gebr. Donhauser in Schwandorf errichtet und finanziert den Bau, der Landkreis Schwandorf mietet dauerhaft einen Großteil der 27 Zimmer. Am Donnerstag erfolgte nun der Spatenstich für das Projekt.

Hintergrund der Baumaßnahme: Bisher wurden und werden Schüler von außerhalb, die in Schwandorf eine Blockbeschulung am Beruflichen Schulzentrum absolvieren, im Haus des Guten Hirten in Ettmannsdorf untergebracht. Doch das Ganze ist ein Provisorium und keine Lösung auf Dauer. Eine solche schafft nun das Bauprojekt der Schwandorfer Firma Gebr. Donhauser.

Unternehmen investiert über drei Millionen Euro

Auf einem Grundstück an der Ettmannsdorfer Straße 46 errichtet das Unternehmen auf eigene Rechnung eine Unterkunft mit 27 Einzelzimmern für Berufsschüler. Acht Einheiten im obersten Geschoss will die Schwandorfer Baufirma für eigene Auszubildende reservieren – und als Puffer, je nach dem künftigen Bedarf. Die restlichen Zimmer werden langfristig an den Landkreis Schwandorf vermietet, der als Sachaufwandsträger für das Berufliche Schulzentrum zuständig ist. Über drei Millionen Euro investiert das Unternehmen nach Angaben von Geschäftsführerin Claudia Donhauser in das Bauvorhaben einschließlich Grunderwerb.

Beim offiziellen Startschuss für das Projekt ging Donhauser auch kurz auf die Vorgeschichte ein. Vor etwa zwei Jahren habe es erste Gespräche mit Landrat Thomas Ebeling und Oberbürgermeister Andreas Feller über die Unterbringung der Blockschüler gegeben. Nach einer mehrwöchigen Standortsuche sei die Entscheidung für das Grundstück an der Ettmannsdorfer Straße gefallen. Mit dem Neubau werde das Unternehmen seiner „Verantwortung für die Region“ gerecht. „Zu einer guten Ausbildung gehört auch eine gute Wohn- und Betreuungsmöglichkeit für die Schüler“, so die Geschäftsführerin, die dem Projekt einen zügigen und unfallfreien Verlauf wünschte.

Dauerlösung statt einem Provisorium

Landrat Thomas Ebeling (CSU) lobte die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten im Vorfeld des Projekts. Das Schülerwohnheim solle das bisherige Provisorium durch eine dauerhafte Lösung ersetzen, der Landkreis werde als „Ankermieter“ auftreten. Schwandorfs Oberbürgermeister Andreas Feller (BLS) zeigte sich ebenfalls erfreut, „dass hier nun relativ zentrumsnah Möglichkeiten der Unterbringung entstehen“.

Bevor im Anschluss der Spatenstich erfolgte, nannte Architekt Felix Hauser noch weitere Details zu dem Projekt. Geplant sind nach seinen Worten vier Geschosse mit jeweils 900 Quadratmeter Fläche. Jeweils zwei der 27 Einzelzimmer sind zu einer Wohneinheit zusammengeschlossen, die über ein gemeinsames Bad verfügt. Im Erdgeschoss gibt es laut Fischer außerdem eine Küche und weitere Gemeinschaftsflächen mit Terrasse, die dem gegenseitigen Austausch dienen sollen. Für einen nachhaltigen und kostengünstigen Betrieb sorgten eine Wärmepumpe, Fußbodenheizung und PV-Anlage auf dem Dach.

Die neue Unterkunft für Auszubildende ermögliche ein „komfortables und zeitgemäßes Wohnen“, so Fischer abschließend. Die Einweihung ist nach seinen Worten für das Schuljahr 2027/28 geplant.