2,38 Millionen Euro stehen für 2026 zur Verfügung: Köfering kann investieren

Von Zukunfstinvestitionen bis zur Baumsicherung reichte das Themenspektrum in der jüngsten Sitzung des Köferinger Gemeinderats. Dabei ging es um beachtliche Zahlen.
Der Köferinger Haushalt 2025 ist von der Rechtsaufsichtsbehörde im Landratsamt geprüft, das erfuhr der Gemeinderat in seiner Juli-Sitzung. Genehmigungspflichtige Bestandsteile waren nicht enthalten. Es wird darauf hingewiesen, dass die stetige Aufgabenerfüllung der Gemeinde gesichert ist. Köfering hat 2026 eine freie Finanzspange von 2,38 Millionen Euro, die vermögenswirksam investiert werden können.
Es ist jedoch zu beachten, dass diese überwiegend aus nicht kassenwirksamen Gewerbeeinnahmeresten resultiert. Für die Finanzplanungsjahre bis 2029 wird von substanziellen Zuführungen zum Vermögenshaushalt und einer positiven Finanzspange ausgegangen. Die allgemeine Rücklage weist 4,2 Millionen Euro aus, die jedoch 3,1 Millionen Euro Kassenreste beinhalten, die nicht zahlungswirksam sind. Die allgemeine Rücklage beträgt 0,9 Millionen Euro nach einer im laufenden Haushaltsjahr geplanten Entnahme von 0,75 Millionen Euro.
Schuldenstand liegt bei 3,2 Millionen Euro
Der Schuldenstand beträgt 3,2 Millionen, da im Vorjahr ein Kredit aufgenommen wurde, was eine Pro-Kopf-Verschuldung der 2928 Einwohner von 1064 Euro mit sich bringt. Weitere Verbindlichkeiten bestehen mit 3,29 Millionen beim Abwasserzweckverband und beim Schulverband mit 0,62 Millionen Euro.
Der Gemeinderat stimmte außerdem mit 15:0 Stimmen im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Ortsabrundungssatzung für Langenerling, erarbeitet von den Ingenieuren Eder aus Regensburg, zu. Die Gemeinde Hagelstadt beabsichtigt die bisherigen Fassung vom 23. August 1984 zu modifizieren. Ziel der Änderung vom 11. Juni ist die sinnvolle städtebauliche Abrundung des im Zusammenhang bebauten Ortsteils mit der klaren Abgrenzung zwischen Innen- und Außenbereich sowie die Schaffung zusätzlicher Flächen für Wohnbebauung. Die umfangreiche Satzung ist verschlankt. Belange der Gemeinde Köfering werden nicht berührt.
Die Firma Lidl hatte eine Genehmigung zur Aufbewahrung und Lagerung von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie F1/F2 während des Silvesterverkaufs beim Gewerbeaufsichtsamt der Regierung beantragt. Die beantragte Lagermenge überschreitet die genehmigungsfreien Mengen, weshalb des behördliche Verfahren nötig ist. Die Lagerung erfolgt in einem gesicherten Raum in der Filiale. Hierzu wurde ein Brandschutzgutachten beauftragt, das die geforderten Maßnahmen und Schutzziele sicherstellt. Einstimmig befürwortete der Rat den Antrag.

Die Entsendung der Verbandsräte in den Zweckverband Wasserversorgung Landkreis Regensburg-Süd wurde korrigiert. Dabei wurden versehentlich drei statt nur zwei Verbandsräte bestellt. Bürgermeister Armin Dirschl und Christian Buchner werden entsandt. Seniorenbeauftragter Winfried Mai hatte beantragt, die Bezuschussung des Senioren-Mittagstisches im Gasthof Zur Post ab September von fünf auf sieben Euro zu erhöhen, was der Gemeinderat einstimmig befürwortete. Zur Begründung führte Mai die allgemeine Preissteigerungen sowie die sehr gute Besucherzahl von im Schnitt 50 an. Die Veranstaltung findet zehnmal jährlich statt.
Der künstlerische Leiter des Musikförderkreises Köfering-Neutraubling, Franz-Peter Klein, übermittelte eine Konzertübersicht. Bis Jahresende 2026, dem 49. Konzertjahr, wurden dann 306 Konzerte abgehalten, davon 117 in Köfering, 14 in der Kirche und im Schloss 103. Es waren 1937 Künstler im Einsatz und circa 44.000 Gäste dabei.
In der nichtöffentlichen Junisitzung bekam die Wörther Firma Ludwig Wolf den Zuschlag für die Baumeisterarbeiten zum Umbau des alten Rathauses zur Schulnutzung. Die Planungsleistungen für Bauleitplanverfahren Egglfing/Köferingerstraße vergab der Gemeinderat an das Büro Altmann. Die Baumsicherung beim Behindertenparkplatz (Kirchstraße) ist umgesetzt.
Johann Neumeyer sprach das teilweise fehlende Schutzgeländer an der Baustelle für die Radunterführung nach Egglfing an. Christian Buchner reklamierte die Einstellung des Straßendoppelspiegels an der Birkenstraße. Außerdem fordert er, dass am Bogenbergerweg einer neu installiert werden solle. Hier seien die E-Scooter-Fahrer, die schnell unterwegs und schlecht sichtbar sind – bis zu drei Personen fahren teilweise mit – eine Unfallgefahr. Zudem bat er, einen Wasserspielplatz wie in Thalmassing anzulegen.
Maibaum steht schief, ein anderer könnte kippen
Außerdem war Thema , dass der Maibaum schief stehe und ein Baum am Graben auf Höhe der Grundschule bei Auswaschung des Wurzelwerks kippen könnte; es handelt sich hier um gräflichen Grund. Die Heimat-Info-App mit derzeit circa 1500 Nutzern könnte mit einem zertifizierten KI-Assistenten aufgewertet werden. Es würden einmalige Kosten von 4400 Euro und monatliche von 659 Euro plus Mehrwertsteuer anfallen. Dieses bürgerfreundliche Angebot nutzten bereits mehrere Gemeinde im Landkreis.
Die nächsten Sitzungen des Köferinger Gemeinderats sind am 3. August und 14. September.