Haushalt wächst auf 14,3 Millionen Euro

Von Josef Eder · 4. Mai 2026 um 21:40

Köfering. Der Köferinger Gemeinderat beschloss in einer Sondersitzung am 27. April mit 14:0 Stimmen den Haushalt mit Investitions- und Stellenplan für das laufende Jahr. Es war die letzte Sitzung in der zurückliegenden Legislaturperiode. Der Haupt- und Finanzausschuss hatte die Satzung am 20. April vorberaten. Verwaltungsleiter Bertram Strobel stellte das Zahlenwerk in der Sitzung, die Bürgermeister Armin Dirschl leitete, vor. Es wird keine Kreditaufnahmen und Verpflichtungsermächtigungen geben.

Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 10,08 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt mit 4,23 Millionen Euro. Der Gesamthaushalt beläuft sich auf 14,31 Millionen Euro (plus 26,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Es ist keine Kreditaufnahme vorgesehen. Größte Ausgabeposten im laufenden Verwaltungshaushalt sind die Personalkosten in Höhe von 939 000 Euro, der Zuschuss für das Kinderbetreuungspersonal über 1,61 Millionen Euro und die voraussichtliche Defizitübernahme der Kinderbetreuungseinrichtungen (280 000 Euro). An Kreisumlage sind 1,73 Millionen Euro abzuführen. Die Kostenerstattung für Grundschüler wird mit 195 000 Euro beziffert. Die Umlagen für den Mittelschulverband Alteglofsheim betragen 229 850 Euro.

Die Kosten für Planung und Umbau des alten Rathauses zur Schulnutzung schlagen mit 250 000 Euro zu Buche. Der Umbaubeginn ist für 2. Juni angesetzt. Die Planung und Sanierung des Trinkwassernetzes im Gemeindezentrum – sofern dieses heuer umgesetzt werden sollte – wird mit 120 000 Euro veranschlagt.

Auf der Einnahmenseite im Verwaltungshaushalt stehen die Einkommenssteuerbeteiligung mit 2,55 Millionen Euro, Schlüsselzuweisungen mit 990 000 Euro, Grundsteuern A und B mit 365 000 Euro sowie Gewerbesteuereinnahmen mit 3,63 Millionen Euro. Zudem gibt es staatliche Zuschüsse für das Kindergarten-Personal (960 000 Euro), die Inanspruchnahme der Bürgschaft für die Erschließung des Graf-Lerchenfeld-Quartiers beläuft sich auf 550 000 Euro. Einmaleffekte aus diesem Jahr führen zeitverzögert 2028 zu einer höheren Umlagekraft, die die Schlüsselzuweisung sinken und die Kreisumlage einmalig exorbitant steigen lässt.

Die Mindestzuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt wird mit 2,48 Millionen Euro erreicht. Die Bauarbeiten für die Erweiterung des Kindergartens Lerchennest auf drei Gruppen sind weitestgehend abgeschlossen. Im laufenden Haushaltsjahr sind hierfür 320 000 Euro Fördermittel zu erwarten. Für die Verlängerung des Radweges von der Egglfinger Straße zur R30 sowie den Restkosten für die Fuß- und Radwegunterführung der R30 Richtung Egglfing und dem Radweg entlang der R12 werden 300 000 Euro veranschlagt. Der Soll-Rücklagenstand beträgt 4,2 Millionen Euro, davon sind 3,32 Millionen Euro Haushaltsreste. An Rücklagenentnahme sind 750 000 Euro möglich. Der Schuldenstand der Gemeinde beträgt 3,2 Millionen Euro (ohne Zweckverband AZV und Schulverband).

Die aus dem Jahre 1966 stammenden Straßenlichtmasten und Schaltkästen werden ausgetauscht. Eine Eingriffsicherheit ist möglicherweise nicht mehr gegeben. Der neu angelegte Spielplatz „Am Bahndamm“ ist zur Nutzung freigeben. Die Einweihung des Kindergartens Lerchennest ist für den 8. Mai terminiert. Am 1. September soll ein Auszubildender eingestellt werden.

Eine Umfrage des Fraunhofer-Zentrums für Digitale Diagnostik zur Zukunft der Gesundheitsversorgung wurde vorgestellt. 100 Bürger nahmen über die Heimat-App teil. Die Erhebung liefert ein Bild zur bürgernahen Weiterentwicklung der Gesundheitsvorsorge. Es sollen Wege verkürzt, Versorgungsprobleme gelöst, Informationen transparenter sein und die analoge Versorgung besser zugänglich gemacht werden.