Wasser wird für Chamer teurer: „Wassercent“ soll den bewussten Umgang fördern

Von Mittelbayerische Zeitung · 8. Juli 2026 um 19:00

Die Stadtwerke informieren in einer Pressemitteilung über die Einführung des bayerischen „Wassercents“ und zum Wasserpreis: „Eine sichere und qualitativ hochwertige Trinkwasserversorgung hat für uns oberste Priorität. Um diese auch in Zukunft zu gewährleisten, investieren wir kontinuierlich in unsere Infrastruktur. Neben diesen betrieblichen Aufwendungen verändern sich jedoch auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Video ansehen

Der Freistaat Bayern hat zum 1. Juli das neue bayerische Wasserentnahmeentgelt (den sogenannten „Wassercent“) eingeführt. Ab diesem Zeitpunkt wird für jeden Kubikmeter Grundwasser, den wir für Ihre Versorgung fördern, eine staatliche Abgabe in Höhe von zehn Cent fällig. Damit soll der bewusste Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser gefördert werden.

Die Tarife werden zum 1. September wie folgt angepasst: Arbeitspreis (Verbrauchspreis) bisher: zwei Euro/Kubikmeter (netto) / 2,14 Euro/Kubikmeter (brutto inklusive sieben Prozent Wehrwertsteuer; Arbeitspreis (Verbrauchspreis) neu: 2,10 Euro/Kubikmeter (netto) / 2,25 Euro/Kubikmeter (brutto inklusive sieben Prozent Mehrwertsteuer).

Die monatlichen Grundpreise (Zählergebühren) bleiben von dieser Anpassung unberührt. Für einen durchschnittlichen Vierpersonenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 180 Kubikmetern bedeutet dies eine moderate Mehrbelastung von 1,65 Euro im Monat. Sie müssen nicht selbst aktiv werden. Wir werden Ihren Zählerstand zum 31. August rechnerisch abgrenzen, sodass der Verbrauch bis zum Stichtag zum alten Tarif und ab dem 1. September zum neuen Tarif abgerechnet wird. Ihre Abschlagszahlungen werden vorerst nicht automatisch erhöht, sondern erst mit der nächsten Jahresabrechnung angepasst.“