Dschungelbuch begeistert große und kleine Besucher auf der Waldbühne Furth im Wald

Am Freitagabend ist die Waldbühne mit dem Klassiker „Dschungelbuch“ in die Saison gestartet. Premiere geglückt, fanden 300 große und kleine begeisterte Zuschauer, zu denen auch Landrat Christian Schindler in Begleitung seiner Frau und seiner Schwiegermutter gehörte.
Max Schmatz, Vater und Leiter der Waldbühne, konnte neben Schindler, der als neu gewählter Landrat auch Schirmherr des Theaters ist, zahlreiche Besucher begrüßen, die zum Teil von weit her angereist waren: ein Kindergarten aus Deggendorf und einer aus Regensburg, der städtische Kinderhort Wolfgangschule. Die Domstädter kommen seit 30 Jahren nach Furth im Wald, um die Stücke der Waldbühne zu genießen.
Panther Baghira ist die Stimme der Vernunft
















Die herzige Einführung übernahm Markus Reitmeier, der mit seinem Baströcken für die ersten Lacher des Abends sorgte. Er verortete die Geschichte in den indischen Dschungel und nahm schnell Reißaus, als ihn Balu darüber aufklärte, dass es gefährlich werden könnte. Während der knuffige Bär, reizend gespielt von Manuela Tischner, nur seinen Spaß im Sinn hat, faul sein und gut essen will, ist der schwarze Panther Baghira (Miriam Späth) die Stimme der Vernunft. Er möchte, dass Mogli (Sonja Wagner) den Dschungel der Tiere verlässt und zu den Menschen zurückkehrt. Grund: Der Tiger Shirkan (Andrea Koch), der nicht nur scharfe Zähne hat, sondern auch noch prima rappen kann, will den Dschungeljungen töten, weil er alle Menschen hasst. Auch die Affen werden Mogli gefährlich. Deren Chef King Louie (Markus Reitmeiers zweite Rolle) will unbedingt lernen, wie man Feuer macht.
Sehr überzeugende Gesangseinlagen
Doch Gott sei Dank hat Mogli neben dem Panther und dem Bär viele Freunde, die ihm helfen. Da sind die Elefanten um ihren herrlich trotteligen Chef Hathi (Josef Fischer), die Schlange Kaa (Johanna Bauer) sowie die vier Geier (Hannah und Amelie Reitmeier, Viktoria Breuer und Carina Bartonizek). Regie geführt hat Max Schmatz.
Ihm ist es gelungen, vergnügliche zwei Stunden zu inszenieren, bei den nicht nur die Kids ihre Freude hatten. Die schauspielerischen Leistungen waren von den Haupt- bis in die Nebenrollen top, vor diesem Auftritt kann man nur den Hut ziehen. Das gilt auch für die Gesangseinlagen (natürlich war auch der Klassiker „Probier‘s mal mit Gemütlichkeit“ dabei), die wohldosiert das Stück zusätzlich aufgelockert haben.
Fand auch Christian Schindler, der jedem einzelnen Spieler einen Blumenstrauß überreichte und schließlich auch noch einen Spendenscheck dabei hatte. „Das ist gut“, sagte Schmatz und ergänzte: „Wir haben heuer nämlich noch viel vor.“