Antonia Buschek wird Inspizientin beim Drachenstich Furth im Wald

Antonia Bu-schek, Ritterin des vergangenen Jahres, ist die jüngste Personalie beim Festspiel Drachenstich. Sie wird als Inspizientin Heinz Winklmüller zur Seite gestellt und soll die Rolle der Chefin perspektivisch übernehmen.
Heinz Winklmüller hatte durchblicken lassen, dass er den Posten auf Sicht abgeben möchte. Deswegen, so Bürgermeister Sandro Bauer, sei er beim Ritterkranzl offiziell verabschiedet worden.
Seit frühester Kindheit dem Drachenstich verbunden
Umso mehr freue er sich, dass Winklmüller bei der jüngst abgehaltenen Festausschuss-Sitzung wieder zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde. Der Inspizient sagte außerdem zu, einen Nachfolger einzuarbeiten. Der, besser gesagt die, ist offensichtlich gefunden. „Ich habe mich unwahrscheinlich gefreut, dass Antonia auf uns zugekommen ist und gefragt hat, ob sie in die Fußstapfen ihres Vaters Helmut treten darf“, so Bauer.
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Organisationsleiterin Anna-Lena Fischer erklärt, dass Antonia Buschek seit frühester Kindheit mit dem Drachenstich eng verbunden ist. „Bereits als Vierjährige stand sie beim Kinderdrachenstich auf der Bühne, später folgten verschiedene Rollen im Volk sowie eine Sprechrolle als kleine Prinzessin im Vorspiel.“ Seit über 15 Jahren engagiert sich die 24-Jährige im Spielmannszug Grenzfähnlein, spielt dort die Sopran-Querflöte und gehört seit 2017 als Jugendleiterin der Vorstandschaft an. Seit 2014 ist sie als Holz-Flötistin im Spielmannszug auch fester Bestandteil des Drachenstichs.
Nach dem schauspielerischen Höhepunkt als Ritterin im vergangenen Jahr wechselt sie nun hinter die Bühne und übernimmt nach dem Tod ihres Vaters jene Aufgabe, die dieser viele Jahre mit außergewöhnlichem Engagement und großer Leidenschaft ausgeübt habe. Er habe nicht nur eine große Lücke bei seiner Familie, sondern auch bei der Drachenstichgemeinschaft hinterlassen, sagt die Orga-Chefin.
Auch Antonias Mutter Marion wird dem Inspizienten-Team angehören, wenn ihr Job als Regieassistentin erledigt ist. Unterstützung, wenn er gebraucht werde, habe laut Bauer auch Josef Wess, Mitglied der Chamerauer Garde, zugesagt. Vor allem dann, wenn schwere Dinge zu tragen sind. Was die Herausforderung eines Inspizienten ist, beschreibt Winkl-müller so: „Man ist Ansprechpartner für alles.“ Probleme vor und hinter der Bühne bekomme man immer als erster mit.
Für jedes Problem eine Lösung finden
Egal ob ein Auto falsch geparkt wurde oder ein Spieler einen Insektenstich hat, der Inspizient muss eine Lösung finden. Er entscheidet, wann das Stück beginnt, muss sicherstellen, dass Requisiten an ihrem Platz und ob alle Mikrofone eingeschaltet sind. Sicherheit, Planung, Durchführung: Der Job sei über die Jahre immer vielfältiger geworden, für eine Person allein sei das nicht mehr zu machen.
Für Antonia Buschek sei die Übernahme der Inspizienz eine Herzensangelegenheit, so Fischer. „Sie ist Ausdruck der tiefen Verbundenheit ihrer Familie mit dem Drachenstich und zugleich Fortführung eines langjährigen, ehrenamtlichen Engagements.“