Nach dem Ende des Tankrabatts kann sich Tanken in Tschechien wieder lohnen

Kfz-Kennzeichen aus Cham, Bad Kötzting, Straubing: Einen Tag nachdem die Steuererleichterungen für Benzin und Diesel in Deutschland ausgelaufen sind, bildeten sich an den Tankstellen hinter der tschechischen Grenze bei Furth im Wald (Landkreis Cham) schon wieder Schlangen von Fahrzeugen aus dem benachbarten Bayern.
Auch Kofferräume wurden geöffnet, um zusätzlich Benzinkanister zu füllen. Je nachdem, wie nah man an der Grenze wohnt, hat sich das durchaus gelohnt. So kostete der Diesel am Donnerstagvormittag auf tschechischer Seite 1,43 Euro (aus Lesbarkeitsgründen haben wir bei allen Werten auf die dritte Stelle hinter dem Komma verzichtet, Anm. d. Red.). An einer Further Tankstelle wurden zum gleichen Zeitpunkt 1,86 Euro aufgerufen.
Abwägen, ob es sich lohnt, hinter der Grenze zu tanken
E10 kostete 1,58 Euro (Furth im Wald: 1,86 Euro), für Super wurden in Tschechien 1,68 Euro (Furth 2,00 Euro) verlangt. Ob sich der Sprung über die Grenze rechnet, weiß ADAC-Benzinpreisexperte Andreas Hölzel. Er sagte gegenüber dem Bayerwald-Echo, das sei Abwägungssache: „Man muss den Benzinverbrauch für den Umweg einrechnen, den Zeit- und Materialverlust und die höhere Belastung der Umwelt ebenso.“
Bei einer Entfernung von fünf Kilometern zwischen dem Stadtzentrum Furth im Wald und der ersten Tankstelle hinter der Grenze kann es also durchaus Sinn ergeben, mal einen Abstecher zu machen.