Ritterspiele in Furth im Wald werden wiederbelebt und sollen ein großer Spaß werden

Von Alexander Frimberger · 3. Juli 2026 um 19:00

Die Further Ritterspiele sollen einen heiteren Gegenpart zum doch eher ernsten Festspiel Drachenstich sein. Lange Zeit war das mittelalterliche Spektakel im Landkreis Cham aus dem Veranstaltungskalender verschwunden. Am 1. und 2. August wird ihm wieder Leben eingehaucht. Schon beim Fototermin bei der Familie Pongratz wurde schnell klar: Es wird ein großer Spaß werden.

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Es ist schon so lange her, dass Regisseur Alexander Etzel-Ragusa gar nicht mehr genau weiß, wann die Further Ritterspiele zum letzten Mal über die Bühne gegangen sind.

Einige Spitzen auf aktuelle Geschehnisse

Ins Leben gerufen wurden sie, weil man neben der heiteren Note den Reitern auch die Möglichkeit geben wollte, ihr Können zu zeigen. Etwas länger als eine Stunde wird es laut Etzel- Ragusa um ein Ritterturnier gehen, bei dem um die Hand der Prinzessin gekämpft wird. Damals brauchte eine Prinzessin einen Mann, da sie ihre Dinge nicht selbst regeln durfte. Schräge und weniger schräge Ritter rechnen sich etwas aus und müssen in den Disziplinen Geschicklichkeit und Kraft, Schwertkampf und Minnegesang zeigen, was sie können. So müssen zum Beispiel aus vollem Galopp Ringe gestochen oder eine Puppe getroffen werden. Aber es zählen nicht nur die Leistungen der Ritter. Etzel-Ragusa: „Es wird ein mittelalterliches Applausemeter geben, so dass auch die Zuschauer mitbestimmen, welcher Ritter das Turnier in der Arena gewinnt.“

Eine besondere Note bekommt das Stück laut seines Regisseurs, weil man einige Spitzen in Richtung aktuelle Geschehnisse in der Welt, aber auch Richtung Further Ereignisse abschießen wird.

Alexander Pongratz und Tobias Jelinek beim Schwertkampf - Foto: Alexander Frimberger
Die Ritterpuppe muss getroffen werden - Foto: Alexander Frimberger
Die Ritter im vollen Galopp - Foto: Alexander Frimberger
Alexander Pongratz holt den Ring - Foto: Alexander Frimberger
Josef Pongratz in Aktion - Foto: Alexander Frimberger
EIn mysteriöser Ritter - Foto: Alexander Frimberger
Die böse Tante Rempelhilde, Oberknappe Kevinius (li.) und Girgl, der Erbsenzähler - Foto: Alexander Frimberger
Die Prinzession und ihre Hofdamen - Foto: Alexander Frimberger

Aus dem Dornröschenschlaf geholt hat die Ritterspiele Alexander Pongratz. Er hat im vergangenen Herbst bei Etzel-Ragusa nachgefragt, ob der sich eine Wiederbelebung vorstellen können.

Spaß ist die Motivation für das Vorhaben

„Weil wir Spaß daran haben“, lautet die logische Antwort auf die Frage, warum er die Ritterspiele machen will. Organisiert wird das Spektakel von der Pferdezuchtvereinigung Furth im Wald/Hohenbogenwinkel, deren Vorsitzender Pongratz ist.

Schauspieler und Termine

Die Darsteller: Als Ritter fungieren Alexander und Josef Pongratz, Tobias Jelinek, Antonia Schneider, Andrea Dobmeier und Sebastian Lemberger. Prinzessin ist Christina Schneider, ihre Hofdamen heißen Fabienne Cathalan und Sandra Traurig. Die böse Tante Rempelhilde verkörpert Stefanie Decker, Oberknappe Kevinius ist Kevin Labrada, Georg Macharowsky gibt Girgl, den Erbsenzähler. Tuniervogt ist Ulrich Jakob. Patricia Dums spielt eine Sängerin. Florian Neumann ist ein Überraschungsgast.

Gespielt wird am Samstag, 1. August, um 16.45 Uhr, einen Tag später um 13.30 Uhr. Der Eintritt beträgt zwölf Euro, für Kinder acht Euro. Die Plätze sind nummeriert, Karten gibt es bei ok-ticket und allen Vorverkaufsstellen für den Drachenstich. fa