Tolles Foto bringt der Nachbarschaftshilfe Waldmünchen überraschend Preisgeld ein

Das Bild zeigt alles, wofür eine Nachbarschaftshilfe wie hier in Waldmünchen steht. Die Fahrdienste, die Unterstützung bei Problemen und für Familien, die Hilfe bei Einkäufen, bei kleinen Haushaltsarbeiten oder beim Gassigehen mit dem Hund.
Eigentlich ist das Teamfoto der Waldmünchner Nachbarschaftshilfe schon zum Fotowettbewerb der Stadt zum Thema „Ehrenamt“ entstanden. Damals hatte es kein Losglück. Dafür ist es jetzt aber umso höher prämiert worden: „Weil Gemeinschaft stark macht“– so der Titel des Bildes — erhält den Preis in einem Fotowettbewerb des Ministeriums für Familie, Arbeit und Soziales.
Jeweils ein Generationenhaus pro Bezirk wurde ausgezeichnet. Die Ehrung für die Oberpfalz erhielt die Nachbarschaftshilfe im Mehrgenerationenhaus Waldmünchen.
Freude über Preis: „Wir sind ausgeflippt“
Der Preis ist mit 3000 Euro hoch dotiert. „Wir sind ausgeflippt. 3000 Euro tun uns voll gut“, sagt Susi Nock, die mit Nadine Himmelhuber und Anja Kürzinger kurz erzählt, wie es zu dem Preis gekommen ist. Eigentlich habe sie gedacht, berichtet Nock, bei dem Preis gehe es nur um „Ruhm und Ehre“, das mit den 3000 Euro habe man gar nicht so auf dem Schirm gehabt.

Damit sind am Donnerstag Susi Nock und Anja Kürzinger und – stellvertretend für alle anderen – die Ehrenamtlichen Manfred Ruhland und Anneliese Dirnberger nach München gefahren, um den Preis von Sozialministerin Ulrike Scharf in Empfang zu nehmen. In ihrer Rede ging die Ministerin, die auch Schirmherrin der Trenckfestspiele ist, genau auf das Foto ein. Sie sagte: „Teamgeist – dieses Wort verbinde ich mit Ihrem Bild aus Waldmünchen. Hier engagiert sich Alt für Jung und Jung für Alt. Die Menschen im Mehrgenerationenhaus Waldmünchen lernen voneinander und miteinander. Und das Schönste: Alle lachen, freuen sich. Keiner nimmt sich zu ernst. Alle genießen die Gemeinschaft! Sie im Mehrgenerationenhaus Waldmünchen wissen: Gemeinschaft heißt auch, ruhige Momente miteinander verbringen. Ein Gespräch zwischen Generationen. Einen Moment Zuhören. Gemeinsam ein Fotoalbum durchblättern. Geschichten teilen. Jede und jeder auf eigene Weise. Und doch: alle zusammen. Sie helfen beim Einkaufen, bei Fahrten zu wichtigen Terminen, bei kleinen Reparaturen, in der Beratung, bei der Kinderbetreuung oder beim Gassigehen! Ihr Foto vom Mehrgenerationenhaus Waldmünchen zeigt all das – symbolisch, lebendig, echt. Und es sagt etwas, was Worte kaum fassen können: Miteinander bewegt und Miteinander verbindet. Liebes Team vom Mehrgenerationenhaus Waldmünchen, vielen Dank für Ihr großes Engagement. Herzlichen Glückwunsch!“
Neuestes Projekt ist ein Sprachcafe für Geflüchtete
Neben all den Dingen, die gerade erwähnt wurden und die dauerhaft laufen, kümmert man sich bei der Nachbarschaftshilfe gerade um ein Sprachcafe. Hier sollen Geflüchtete ohne Sprachkurs die Möglichkeit haben, Deutsch zu lernen und Deutsch zu sprechen. Der nächste Termin ist am 10. Juli, sagt Anja Kürzinger.
Das Preisgeld wolle man zum Teil für ein Helferfest im Juli verwenden, ein weiterer Teil wird in einen Ausflug fließen, den die Nachbarschaftshilfe jährlich für alle organisiert, die sich sonst an solchen Aktionen nicht beteiligen können, erklärt Himmelhuber. Mit dem Gewinn könne man die Zuzahlung zum Bus etwas verringern. Diesmal soll es zum Rundfunkmuseum nach Cham gehen.