Waschmaschine am Haken: 14-Tonnen-Koloss ist auf dem Weg von Rötz nach Bad Kötzting

Von Stefanie Bauer, Günther Hofmann · 1. Juli 2026 um 10:40

Der größte Brocken gleich als erstes: Am Donnerstag wurde die rund 14 Tonnen schwere Flaschenwaschanlage mit Hilfe eines Mobilkrans verladen und dann auf die Reise nach Bad Kötzting (Landkreis Cham) geschickt. Wie bereits berichtet, hat die Lindner-Brauerei die Wasch- und Abfüllanlage der Genossenschaftsbrauerei in Rötz übernommen.

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Nachdem der Geschäftsbetrieb der Genossenschaftsbrauerei zum 1. Februar von Anton Eberls Stamsrieder Getränkefachhandel übernommen wurde, wird das Rötzer Bier weiterhin in dem denkmalgeschützten Gebäude in der Hussenstraße gebraut. Abgefüllt wird aber nun in der Schlossbrauerei Naabeck mit Nutzung der dortigen Abfüll-, Reinigungs- und Etikettierungsanlagen. Der bisherige Standort der Abfüllung, der Betriebsteil in der Bahnhofstraße, wird somit nicht mehr benötigt.

Mit Hilfe eines Autokrans wird die Waschanlage verladen. - Foto: Günther Hofmann

Mit Hilfe von Hebekissen, Stapler und Mobilkran

Doch auch für die nur wenige Jahre alte Wasch- und Abfüllanlage der Genossenschaftsbrauerei wurde eine Lösung gefunden: Sie wird demontiert und geht zum Lindner-Bräu, wie Brauereichefin Evi Kolbeck schon im März auf Anfrage des Bayerwald-Echos bestätigt hatte. Die in die Jahre gekommene Anlage in der ebenfalls traditionsreichen Kötztinger Brauerei, die vor kurzem ihr 150-Jähriges bei einem dreitägigen Geburtstagsfest feierte, werde durch die neue aus Rötz ersetzt.

Dieser Tage nun wurden die beiden Anlagen abgebaut. Beim Abbau der Abfüllanlage vergangene Woche war auch die Herstellerfirma Peter Markl Brauereimaschinen mit dabei. Außerdem waren hauptsächlich Tobias und Thomas Fischl zuständig für den Abbau und die Verladung.

Etikettierer (li.) und Verpacker werden am Dienstag verladen. - Foto: Stefanie Bauer

Komplette Abfüllanlage am Dienstag verladen

Die tonnenschwere Waschmaschine musste zuerst mit Hebekissen hochgehoben und dann mit einem Stapler zu dem dafür vorgesehenen Durchbruch in der Außenmauer gebracht werden. Dort stand schon ein großer Kran bereit, der die Anlage dann an den Haken nahm. Dann wurde die Maschine auf einen Tieflader gehoben und sicher verzurrt zum Abtransport fertig gemacht.

Für den Rest der Anlage, der am gestrigen Dienstag verladen wurde, wurde dann kein Kran mehr benötigt, es reichte der Stapler: Der eigentliche Abfüller, der am Vormittag als erstes verladen wurde, wiegt „nur“ drei Tonnen. Es folgten der Etikettierer und der sogenannte Verpacker; letzterer setzt die Flaschen in die Kisten. Danach wurden der Flascheninspektor, die Kastenwaschanlage, Laufbänder und weitere, kleinere Anlagenteile für den Transport bereitgemacht und fachmännisch gesichert – immerhin ist es eine Strecke von rund 40 Kilometern von Rötz nach Bad Kötzting.

Dort werden die beiden Anlagen in einer separaten Halle wieder aufgebaut.

Auf rund drei Tonnen bringt es der Abfüller. - Foto: Stefanie Bauer