Brauerei Lindner feiert das 150-Jährige: „Es war der komplett bayerische Raum da“

Von Maria Frisch · 14. Juni 2026 um 17:47

Das das dreitägige Geburtstagsfest „150 Jahre Brauerei Lindner“ in Bad Kötzting (Landkreis Cham) litt ein wenig unter dem Wetter. Andererseits hat es dann doch wohl keine so große Rolle gespielt, denn der Freitag mit dem schlechtesten Wetter verbuchte beste Besucherzahlen.

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Die Suche nach einem geeigneten Festtermin ist letztendlich ein bisschen ein Lotteriespiel, denn wenn alles andere mit der Verpflichtung von zugkräftigen Musikkapellen und Vermeidung von Überschneidungen mit anderen Festen im Umkreis passt, hat noch die höhere Gewalt ein Wörtchen mitzureden. Und genau das trübte das dreitägige Geburtstagsfest „150 Jahre Brauerei Lindner“ ein wenig. Andererseits hat es dann doch wohl keine so große Rolle gespielt, denn der Freitag mit dem schlechtesten Wetter verbuchte beste Besucherzahlen, was angesichts des Nieselregens fast nicht zu glauben war.

Die „Lederwixxa“ begleiteten Frühschoppen mit Weißwurstfrühstück „anno dazumal“ und Mittagstisch. - Foto: Maria Frisch

Am Sonntag blies dann der Wind kräftig

In einem Gespräch mit unserem Medienhaus fanden Brauereichefin Evi Kolbeck und operativer Leiter Christian Fischl unisono: „Eigentlich hatten wir eh noch Glück.“ Die Leute haben sich eben mit passender Kleidung darauf eingestellt. Am Vorverkauf für Samstag war bereits abzusehen, dass sich das Ergebnis vom Freitag nicht wiederholen lässt. Allerdings waren die Veranstalter durchaus zufrieden. Das erhoffte Biergartenwetter für Sonntag wäre grundsätzlich schon eingetroffen, aber der Wind machte den Freisitz etwas frischer. „Klar, dass die Leute dann auch nicht so lange sitzen bleiben und so viel trinken“, so das Fazit von Evi Kolbeck.

„Man muss es nehmen, wie es kommt“

Natürlich hatte die Brauereiinhaberin im Vorhinein einige Zeit überlegt, ob sie den 150. Geburtstag überhaupt so groß aufziehen will, zumal in der Sommerzeit eh viel Betrieb und somit genügend Arbeit vorherrscht. „Alles was dazukommt, ist zusätzlicher Aufwand“, war Evi Kolbeck zunächst etwas skeptisch. Aber schließlich entschied sie sich zusammen mit Christian Fischl für ein umfassendes Festwochenende. Als sie beide die Wetterprognosen vernahmen, schmolz die Vorfreude. „Kurzfristig verschieben geht auch nicht, weil die Kapellen gebucht sind. Man muss es nehmen wie es kommt“, sagten beide.

Mit warmer Kleidung war es auszuhalten: Die Biertische waren überwiegend gut gefüllt. - Foto: Stefan Weber

Die Brauerei Lindner war als Festveranstalter von Haus aus im September vergangenen Jahres schon ziemlich spät dran mit den ersten Planungen. „Ein dreiviertel Jahr Vorlauf ist eigentlich schon zu knapp“, weiß Evi Kolbeck. Einmal mehr bestätigte sich der große Einzugsbereich, den die Bad Kötztinger Brauerei hat. „Am Samstag waren wir sehr überregional. Es war der komplette bayerische Raum da – von Amberg bis Oberbayern. Dies spricht schon für unseren guten Ruf – aber auch den der Kapellen“, bringt es Christian Fischl auf den Punkt. Am Sonntag legte der Ausrichter noch Wert auf einen ausklingenden Nachmittag. Dazu braucht es auch eine Kinderunterhaltung von Hüpfburg, Schiffschaukel bis Süßigkeitenstand.

Vor der Bühne drängten sich die Gäste. Die Bands erwiesen sich als Zugpferde. - Foto: Stefan Weber