Genossenschaftsbrauerei: Rötzer Abfüllanlage geht zum Lindner-Bräu nach Bad Kötzting

Nach der Insolvenz der Rötzer Genossenschaftsbrauerei im Oktober 2025 hat Anton Eberl zum 1. Februar den Geschäftsbetrieb übernommen und damit dafür gesorgt, dass die 500-jährige Brautradition in Rötz bestehen bleibt. Das Bier wird weiterhin in dem denkmalgeschützten Gebäude in der Hussenstraße gebraut, die Logistik und das Büro laufen künftig über Eberls Stamsrieder Getränkefachhandel, abgefüllt wird nun in der Schlossbrauerei Naabeck. Es werden die dortigen Abfüll-, Reinigungs- und Etikettierungsanlagen genutzt.
Für den bisherigen Standort der Abfüllung, den Betriebsteil in der Bahnhofstraße, sahen hingegen sowohl Eberl als auch Rechtsanwalt Fabian Gerl – nach dem Insolvenzantrag der Rötzer Genossenschaftsbrauerei wurde Dr. Hans-Peter Lehner aus Regensburg zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt – keine Zukunft: Es sei nicht umsetzbar gewesen, diesen weiterlaufen zu lassen.
Doch auch für die nur wenige Jahre alte Abfüllanlage wurde eine Lösung gefunden: Sie soll demnächst ausgebaut werden und eine Reise quer durch den Landkreis antreten – zum Lindner-Bräu in Bad Kötzting, wie Brauereichefin Evi Kolbeck auf Anfrage des Bayerwald-Echo bestätigt. Die in die Jahre gekommene Anlage in der traditionsreichen Kötztinger Brauerei werde durch die neue aus Rötz ersetzt.
Die Abfüllung der Genossenschaftsbrauerei war vor wenigen Jahren auf das ehemalige BayWa-Gelände in der Rötzer Bahnhofsstraße umgezogen. Einen Teil der Flächen auf dem Gelände hat sich Bergwirt Harald Grauvogl als Lagerfläche für seine Getränke gesichert – in der Berghütte gibt es Bier aus Rötz und Treffelstein – , denn der Weg auf den Schwarzwihrberg ist von hier aus kurz. Außerdem sollen dort seine Miet-Garnituren für Gartenfeste oder Geburtstage gelagert werden. Etliche vakante Flächen auf dem Gelände sind laut Eigentümer Joachim Bücherl noch vorhanden.