Serienhäuser für Familien in Kelheim-Hohenpfahl werden nun doch nicht gebaut

Es war eines der Vorzeige-Projekte des früheren Bürgermeisters Christian Schweiger. Die Stadtbau sollte „bezahlbare“ Einfamilienhäuser planen, bauen und vermarkten. Doch der Nachfolger will lieber einen anderen Weg einschlagen und der Aufsichtsrat geht da mit.
Im neuen Baugebiet Hohenpfahl-West sollte die Kelheimer Stadtbau selbst „bezahlbare“ Häuser für Familien planen und bauen. Dies war eines der Vorhaben des früheren Bürgermeisters Christian Schweiger (CSU). Geplant und vermarktet hatte das Team der Stadtbau um Geschäftsführer Christoph Schäfer über viele Monate.
Ursprünglich sollte im Juli Baubeginn sein. Die Erschließung hatte sich zuletzt aber verzögert.
Seit Donnerstagabend ist das Projekt nun Geschichte. Der Aufsichtsrat beschloss, dass die zehn Serienhäuser nicht gebaut werden. Stattdessen sollen die Grundstücke nun an interessierte Häuslebauer verkauft werden, sagt der neue Bürgermeister Dennis Diermeier (FW) auf Nachfrage. Nach Kriterien eines Einheimischen-Modells, wie es auch andere Gemeinden haben.
Bereits im Kommunalwahlkampf hatte sich Diermeier zu Schweigers Vorhaben kritisch geäußert. Die Serien-Häuser hätten laut Diermeier alles im allem an die 750.000 Euro gekostet. Viele Paare wollten aber durch Eigenleistungen Baukosten reduzieren oder individuelle Wünsche an ihrem Haus realisieren, das sei hier nicht möglich.
Das tatsächliche Interesse sei nicht so groß gewesen, sagt Diermeier auf Nachfrage weiter. Verträge waren noch nicht geschlossen. In der nächsten Stadtrats-Sitzung wird dieser Beschluss und wie es nun weitergeht ebenfalls Thema sein, so Diermeier.