So schützt man Hunde vor Hitze: Hundetrainer aus Schwandorf gibt Tipps

Wenn in Ostbayern die Temperaturen auf deutlich über 30 Grad klettern und für das Wochenende sogar Werte von über 40 Grad prognostiziert werden, leiden nicht nur Menschen unter der Hitze. Auch für Hunde werden die hohen Temperaturen zur Belastung. Hundetrainer Karlheinz Kagerer aus Schwandorf-Ettmannsdorf und Hundebesitzerin Magdalena Hiller wissen, worauf es jetzt ankommt.
„Auf keinen Fall Belastung, auf keinen Fall Training“, sagt Kagerer. Wer seinen Hund jetzt noch neben dem Fahrrad laufen lasse oder längere Aktivitäten plane, tue seinem Vierbeiner keinen Gefallen. Spaziergänge sollten möglichst in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegt werden. Zudem empfiehlt der Hundetrainer schattige Wege, ausreichend Trinkwasser und regelmäßige Möglichkeiten zur Abkühlung.
Besonders wichtig sei es, Hunde niemals im Auto zurückzulassen. Selbst wenn das Fahrzeug zunächst im Schatten stehe, könne sich die Situation innerhalb kurzer Zeit ändern. „Die Sonne bewegt sich weiter“, warnt Kagerer. Bereits wenige Minuten könnten gefährlich werden.
Auch Magdalena Hiller hat den Tagesablauf ihres vierjährigen Beagle-Rüden Leo angepasst. Statt später am Vormittag geht es bereits gegen sechs oder sieben Uhr zum Gassigehen. Die zweite größere Runde folgt erst am Abend. „Er schläft den ganzen Tag, frisst weniger und sucht sich die kühlen Plätze im Haus“, berichtet die Hundebesitzerin.
Besonders gerne zieht es Leo derzeit ans Wasser. Dort stellt er sich bis zum Bauch ins kühle Nass und verschafft sich so Erleichterung. „Wenn es heiß ist, geht er sofort ins Wasser. Sonst eher nicht“, sagt Hiller.
Anzeichen für Überhitzung sollten Hundebesitzer ernst nehmen. Starker Speichelfluss, ungewöhnliche Mattigkeit oder eine trockene Nase können Warnsignale sein. Vor allem ältere Hunde reagieren empfindlich auf hohe Temperaturen. Kagerers Rat lautet deshalb: den Hund genau beobachten, Belastungen vermeiden und ihm ausreichend Ruhe gönnen.
Für Hiller steht die wichtigste Empfehlung ohnehin fest: „In der Kühle bleiben, genug trinken und lieber früh morgens oder spät abends rausgehen – aber nicht mittags in der größten Hitze.“