Es tut sich was am Kaufhof: Mega-Leerstand in Regensburger Altstadt wird sich verändern

Der leerstehende Kaufhof-Koloss im Herzen der Regensburger Altstadt wechselt sein Gewand: Am Montag waren dafür die ersten Anzeichen zu erkennen – die Stadt erklärt, was geplant ist.
Die bisherige Beklebung der Schaufenster des ehemaligen Kaufhauses wird ausgetauscht. Bislang waren dort historische Szenen aus Regensburg zu sehen – und eine zunehmende Zahl von Graffitis. Die ersten neuen Folierungen waren schon zu Beginn der Woche zu bewundern. Am Eingang in Richtung Residenzstraße ist etwa ein Stückchen Römermauer zu sehen. Daneben wird erklärt, wie die Römer einst Regensburg einmauerten.
Stadtsprecherin Katrin Butz erklärt auf Anfrage, dass die neue Schaufensterbeklebung unter dem Titel „Galerie statt GALERIA – Freiluft-Galerie am ehemaligen Galeria-Kaufhaus“ stehe. Sie erläutert: „In einer eigens kuratierten Ausstellung werden Kunstobjekte und Artefakte von der Römerzeit bis in die Gegenwart zu sehen sein.“ Der Hauptfokus der Ausstellung liege auf dem Historischen Museum, es fänden sich jedoch weitere Museumsstandorte wieder. „Die Vernissage findet am kommenden Dienstagabend statt.“
Wie geht es mit dem Kaufhof in Regensburg weiter? Neuer Oberbürgermeister kündigt Gespräche an
Oberbürgermeister Thomas Burger (SPD) hatte den Kaufhof-Koloss schon im Wahlkampf zur Chefsache erklärt. Das bekräftigte das neue Stadtoberhaupt unlängst im Gespräch mit der Mittelbayerischen Zeitung. Er kündigte an, in Kürze persönlich mit den beiden Eigentümervertretern sprechen zu wollen.
Dass es bereits Kontakt zwischen den Eigentümern und der Stadt gibt, zeigt die neue Folierung, die gerade angebracht wird. Dies bestätigt auch Stadtsprecherin Butz. Sie sagt wörtlich: „Die neue Schaufensterbeklebung wurde – ebenso wie die bisherige – mit den Vertretern der Eigentümer abgestimmt.“ Dass es auch abgesehen von neuen Folien jede Menge Ideen für den leerstehenden Kaufhof gibt, war auch am vergangenen Freitag zu sehen. Der Architekturkreis Regensburg und die Initiative „Unser.Stadt.Raum | Zukunft Neupfarrplatz“ hatten zur „Langen Tafel der Baukultur“ eingeladen. Dabei wurde an Biertischen rund um den Leerstand über eben diesen diskutiert.