Premiere in Pettendorf: 26 Kandidaten messen sich beim Fahnenjunker-Wettkampf

Von Daniel Steffen · 21. Juni 2026 um 19:00

Anlässlich ihres 150-jährigen Bestehens hatte die Feuerwehr Pettendorf den Fahnenjunker-Wettbewerb in ihr Gründungsfest eingebaut. Für die Zuschauer war einiges geboten. Am Ende gab es strahlende Sieger aus dem ganzen Landkreis Regensburg.

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Es war eine Riesengaudi bei brütender Hitze: Der erste Fahnenjunker-Wettbewerb weit und breit sorgte trotz Temperaturen weit über der 30-Grad-Marke für großartige Stimmung In Pettendorf. Am Samstag erfreute sie sich einer großartigen Resonanz.

Insgesamt duellierten sich 26 Fahnenjunker aus verschiedenen Vereinen in der Region und weit darüber hinaus. Sie hatten alle ein Ziel: Das Schwenken der Fahne zu einer großartigen Sache zu machen – mit möglichst vielen „Umdrehungen“ im Festzelt. Der Jubel nach den Durchgängen floss ebenso in die Bewertung mit ein wie die Anzahl der Umdrehungen sowie die Technik und die „Sauberkeit“ der Ausführungen. Exakt eine Minute hatten die Teilnehmer Zeit, das Festzelt mit der Acht-Kilo-Fahne zu durchschreiten Pro Wertungs-Kategorie waren zehn Punkte möglich – und somit 40 insgesamt.

Das Startzeichen kam per Hand. - Foto:

Tricksen galt im Festzelt in Pettendorf nicht

Der Fairness halber hatte die Firma Fahnen Kössinger für den Wettbewerb drei in den Maßen und Gewicht sehr ähnliche Fahnen zur Verfügung gestellt, um Vorteile für einzelne Teilnehmer auszuschließen. Mogeln galt ebenfalls nicht, so dass weder Münzen noch ein „Dorn“ im Tragegurt gestattet waren. Denn mit diesen Hilfsmitteln lassen sich die Fahnen besser drehen, was es aber im Wettbewerb zu unterbinden galt.

Die Festdamen verfolgten das Spektakel begeistert mit. - Foto: Daniel Steffen

Demnach warf die Jury ein Auge auf die mitgebrachten Tragegurte, ehe es bei den Durchgängen rund ging. Und weil es eben fair zugehen sollte, war mit Florian Senninger zwar der erste Fahnenjunker der Feuerwehr Pettendorf mit in der Jury, die Wehr selbst aber nahm als Gastgeber des Gründungsfests am Wettbewerb nicht teil.

Schwere Entscheidung: Die „Zehn“ war die Top-Bewertung des Tages

Auch Top-Noten gab es von der Jury. - Foto: Daniel Steffen

Mit-Schirmherrin Franziska Prössl, Kössinger-Geschäftsführer Dr. Florian Englmaier und Kreisbrandmeister Michael Seebauer komplettierten die Jury, die bei jedem Durchgang fleißig die Wertungsnoten vergab. Michael Weigert indes mischte beim Wettbewerb mit. „Wenn das Publikum schreit, dann schwing ich gscheit“ war sein Motto. Schon vor zwei Jahren hatte er für den Fahnenjunker-Job im Wiesenter Feuerwehrhaus geübt – und diese Erfahrung sollte sich auszeichnen. Obendrauf erwiesen sich seine Feuerwehr-Kameraden aus Wiesent als Stimmungskanonen , so dass ihr Jubel im ganzen Zelt zu hören war. Ja, die Gesamtdarbietung war unglaublich gut , wie sich bei der Siegerehrung herausstellte: Für Michael Weigert gab es den zweiten Platz – und Moderator Constantin Leitner bat den Glücklichen auf die Bühne.

Noch besser war nur Jonas Gleißl von der Feuerwehr Pielenhofen, die ebenfalls einen lautstarken Anhang mitgebracht hatte. Ihm gebührte Platz eins und für den dritten Rang wurde Jakob Koller von der Feuerwehr Kneiting gefeiert. Sie alle durften sich über ein Ehrenband der Firma Kössinger freuen. Die Plätze vier und fünf belegten Jakob Böhm vom Stammtisch Stoahagl sowie Martin Ortmann von der Feuerwehr Mariaort.

Die Sieger ließen sich im Festzelt feiern. - Foto: Daniel Steffen

Die weiteste Anreise hatte die Feuerwehr Ober-Unterwurmbach mit 142 Kilometern. Allein der Name sei legendär, befand Moderator Leitner, der sich über den Besuch aus Gunzenhausen sehr gefreut hatte. Und dann gab es noch den Ehrenpreis für die größte angereiste Gruppe: Die stellte die Feuerwehr Kareth mit 51 Festgästen.