Ein Gotteshaus im Wandel: In Neuenschwand wurde die Kirche renoviert

Kürzlich mussten die Schwandner ein eingeschränktes Gottesdienstangebot hinnehmen. Der Anlass: In der Pfarrkirche St. Bartholomäus bei Bodenwöhr (Landkreis Schwandorf) waren die Handwerker unterwegs.
Kirchenmaler Gruber aus Schwandorf war damit beschäftigt, die Wände zu reinigen und neu zu tünchen. Dazu wurden von freiwilligen Helfern die Kirchenbänke abgebaut und teilweise ausgelagert. Dies war notwendig, um auch die erforderlichen Gerüste aufzubauen. In den letzten Tagen wurde von der Firma Wildenauer aus Altenschwand noch der Holzfußboden abgeschleift und neu lackiert.
Das Gotteshaus wird bald neu geweißelt
Nach der Erstkommunionfeier in der Pfarrkirche hatte Kirchenpfleger Josef Kagerer mit Freiwilligen dabei begonnen, die Kirchenbänke abzubauen und so für die Arbeiten des Kirchenmalers vorzubereiten. Die Sonntagsmessen fanden in dieser Zeit zum Teil außerhalb der Pfarrkirche statt.
So trafen sich die Gläubigen beim Heizhaus zu dessen feierlicher Einweihung und am Dreifaltigkeitssonntag in Warmersdorf, wo das 70-jährige Bestehen der dortigen Marienkapelle gefeiert wurde.
Nun wurde auch noch auf der Wetterseite der Kirche ein Gerüst aufgestellt. Hier wurde noch die Seite des Gotteshauses neu geweißelt. Im Innenraum wurden dann die Kirchenbänke wieder auf dem abgeschliffenen und neu lackierten Boden eingebaut. Für Samstag ist dann alles wieder bestens hergerichtet, denn an diesem Tag feiert das Brautpaar Graf/Demleitner in der Schwandner Pfarrkirche Hochzeit. Dank der Eigeninitiative der Kirchenverwaltung erfolgte diese Renovierung kurzfristig.
Die Bewilligungen lagen bereits vor
Die Pfarrkirche wurde nach einem Brand, dem die ganze Ortschaft zum Opfer fiel, am Ende des 17. Jahrhunderts wieder allmählich aufgebaut. Im 19. Jahrhundert war die Kirche zu klein geworden und wurde erweitert. Nach etwa 100 Jahren erfolgte eine größere Renovierung unter Pfarrer Georg Grimm. Der Abschluss damals war die Altarweihe im November 1992. Als nächste große Maßnahme steht der Neubau eines Pfarrheims in Neuenschwand an, der auch zur Belebung des pfarrlichen Lebens beitragen soll.
Die Arbeiten werden von der Kirchenstiftung der Pfarrei Alten-/Neuenschwand getragen. Sie konnten so zügig durchgeführt werden, weil zum einen die Bewilligungen von der Regensburger Finanzbehörde und vom Denkmalschutz vorlagen und zum anderen die bischöfliche Finanzkammer keinen Beitrag leisten musste. Da diesmal die Seitenwände und der Fußboden restauriert wurden, sollen im nächsten Jahr die Deckengemälde in Angriff genommen werden.