Bald wird es ernst: Jungstörche in Rötz und Hillstett stehen kurz vor den ersten Flügen

Hatten die Störche in Hillstett im Landkreis Cham geahnt, dass ein Unwetter bevorstand? Ende Mai, unmittelbar, bevor das Gewitter aufgezogen ist, haben die Störche ihr Nest auf dem Feuerwehrturm noch einmal ausgebaut und mit Thujen deutlich erhöht. „Die zusätzlichen Thujen waren vorher noch nicht da“, bestätigt Eveline Kaltenegger, die für den Rötzer Ortsteil Horstbetreuerin ist.
Es habe fast so gewirkt, als hätten die Störche geahnt, dass etwas aufzieht, und dass sie das Nest für die Jungen noch sicherer machen wollten.
Nachwuchs in Hillstett noch deutlich kleiner
Die drei Jungstörche im Hillstetter Nest haben den Sturm jedenfalls gut überstanden und werden wohl bald mit ihren ersten Flugübungen starten.
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Auf ihren Bildern, so die Fotografin, könne man deutlich erkennen, dass der Nachwuchs aus Hillstett noch deutlich kleiner sei als derjenige aus dem Horst auf dem Rötzer Fürstenkasten. Dort schauen ebenfalls drei Jungstörche aus dem Nest, wie auf den Anfang Juni entstandenen Bildern zu sehen ist.






Auch bei der Futtersuche wurden die Rötzer Störche abgelichtet: Dort könne man gut deren typisches Verhalten beobachten, so Eveline Kaltenegger: Der Storch verharre oft minutenlang völlig regungslos in dieser Haltung und lausche konzentriert, ob sich unten eine Maus bewegt. „Manchmal steht er ein bis zwei Minuten wie eingefroren da, bevor er zuschlägt.
Typisches Verhalten bei der Futtersuche
Auf die Frage, wie es den „Kleinen“ auf dem Fürstenkasten geht, meint auch Gastwirtin Erna Sturm, die diese wie jedes Jahr im Blick hat: „‘Kleine‘ kann man nicht mehr sagen, die sind schon so groß wie die beiden Alten.“ Alle drei Jungstörche stehen gut sichtbar im Nest, während ein Elternteil bei ihnen ist und der andere auf Futtersuche.
Und lange könne es nicht mehr dauern, bis der Nachwuchs seine ersten Flugversuche macht: Das könne jeden Moment so weit sein, vielleicht schon in ein paar Tagen, vermutet Erna Sturm.
Auch Artgenossen seien immer wieder zu sehen, die sich aber wohl nur auf der Durchreise befinden würden. Eine „Übernahme“ durch andere Störche ist heuer nicht mehr zu befürchten. Im Frühjahr dagegen hatten die beiden Altstörche ihren Horst immer wieder gegen Artgenossen verteidigen müssen, die ihr Domizil umkreisten. Das gelang ihnen mit lautem Geklapper. Angekommen aus dem „Winterurlaub“ in südlichen Gefilden war der erste Rötzer Storch in diesem Jahr ein paar Tage vor Fasching, der zweite folgte kurz darauf am Aschermittwoch.
Seit Mitte März wurde gebrütet, und wenige Wochen danach schlüpfte auch schon der Nachwuchs.