Baustelle der Ortsdurchfahrt Geigant liegt „sehr gut im Zeitplan“

Lob für die Straßenbauer in Geigant, das erste Haus in Waldmünchen, das aufgrund des neuen Bauturbos gebaut wird und mehrere Bauanträge aus der Landwirtschaft standen im Mittelpunkt der Bauausschusssitzung am Dienstag.
Die kurze Diskussion um den Bau der Ortsdurchfahrt Geigant hatte Stadtrat Christian Lommer ausgelöst. Er habe den Eindruck, die Baustelle laufe gut und man sei weiter als vorgesehen. Bauamtsleiter Rainer Röhrl widersprach dem nicht, formulierte aber vorsichtiger. Man sei gut in der Zeit. Jede Woche habe man ein Jourfix auf der Baustelle. Tatsächlich würden im ersten Teilabschnitt schon Randsteine gesetzt. Ziel sei es, bis zu den Bauferien im August den ersten Teilabschnitt schon zu asphaltieren.
Das bestätigt auch der Projektleiter für die Ortsdurchfahrt Geigant beim Staatlichen Bauamt. Michael Pfeffer sagt: „Wir sind sehr gut im Zeitplan.“ Seit dieser Woche würden im ersten Bauabschnitt schon die Randsteine für die Gehwege gesetzt. Ziel sei es, den zweiten Bauabschnitt Ende Juli/Anfang August zu starten, um Mitte August mit der Bau ausführenden Firma Rädlinger in die Bauferien zu gehen. Die Firma Rädlinger hatte 2025 auch schon den Bauabschnitt in der Dorfmitte gefertigt, während der allererste Bauabschnitt am Ortseingang von der Firma Wagner hergestellt wurde.
Umfahrung für Anlieger ermöglicht Umplanung
Doch zurück zur aktuellen Baustelle. Die vorderste Front der Baustelle ist gerade bei der Bushaltestelle am Ärztehaus und damit vor der Zellstraße und der Bahnhofstraße. Anders als ursprünglich geplant, endet der erste Bauabschnitt nicht vor der Zellstraße, sondern erst hinter der Bahnhofsstraße. Das hängt mit der Umfahrung für Anlieger zusammen. Sie ermögliche, zum einen die Umfahrung der Baustelle, so Röhrl, aber auch die frühere Öffnung der Zellstraße nach der Fertigstellung des ersten Bauabschnittes. Damit wäre insbesondere für eine angrenzende Baufirma die Umfahrung über den provisorischen Feldweg nicht mehr nötig. Die Geiganter könnten bis auf wenige Ausnahmen nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitt wieder die Hauptstraße nutzen. Klar ist aber auch, so Röhrl, das die provisorische Umfahrung bis zum Ende der Bauzeit bleiben wird.
Eins bedeutet das gute Einhalten des Zeitplans aber auch, macht Projektleiter Pfeffer auf Nachfrage deutlich: „Wir werden heuer fertig.“ Es sei denn, es tauchten noch unerwartete Überraschungen auf.
Das erste Gebäude, das in Waldmünchen mit Hilfe des neuen Bauturbos gebaut werden kann, wird in Zillendorf stehen. Das Einfamilienhaus mit Doppelgarage soll gegenüber des jetzigen Trafohäuschens gebaut werden und läge damit im Außenbereich. Der Bauausschuss hatte dazu in einer früheren Sitzung bereits ein en Vorbescheid behandelt und dem Bauvorhaben zugestimmt.
Der Bauturbo besagt, dass ein Gebäude auch im Außenbereich entstehen kann, wenn der Bauplatz direkt am Rand der Ortschaft liegt und die Gemeinde dem zustimmt. Da die Erschließung des Gebäudes gegeben ist, hatte der Bauausschuss beim Vorbescheid und beim Bauantrag kein Problem mit einer Genehmigung. Im Gegenteil: Stadtrat Simon Aumann freute sich, den Bauturbo nutzen zu können. Und Bürgermeister Wolfgang Kürzinger stellte ebenfalls zufrieden ganz sachlich fest: „Das war das erste Bauvorhaben mit Bauturbo in Waldmünchen.“
Auf einem freien Grundstück im Silbergrubenweg1 in Waldmünchen wird ein zweigeschossiges Wohnhaus mit Carport entstehen. Der Bauausschuss befürwortete dies ebenso wie die Änderung eines Bauantrages für die Sanierung eines Doppelhauses in Häuslarn. Dort wird ein Keller nicht zur Wohneinheit umgebaut.
Landwirte erweitern ihre Stallungen
Auffällig waren gleich zwei Bauanträge von Landwirten. So wird in Kramhof 3 ein großer Bullenstall für laut Antragsunterlagen bis zu 150 Tiere errichtet. In Untergrafenried 5 erweitert ein anderer Landwirt seinen Maschinenschuppen und baut einen kleinen Stall für vier Kälberboxen. Mit der Privilegierung für die Landwirtschaft wurden die Bauanträge durchgewunken.