Deutsch-tschechischer Wettkampf: Per Drachenboot über den See von Babylon

Auch in diesem Jahr hat es das mittlerweile berühmte Drachenbootrennen stattgefunden – diese Mal auf dem See in Babylon. 16 Mannschaften aus Deutschland und Tschechien nahmen am Renn-Samstag teil und lieferten sich spannende Wettkämpfe. Aber noch viel wichtiger war eigentlich das Drumherum: Jede Mannschaft hatte ihr Lager aufgebaut. Da kam schon fast so etwas wie Festival-Stimmung auf – mit vielen grenzüberschreitenden Begegnungen und Gesprächen.
Bei den Jugendlichen kam das Wasser von oben
Den Auftakt für das Drachenbootrennen „Drachen zwischen Städten“ machten am Freitag aber bereits die Schulen diesseits und jenseits der Grenze: Die Mittelschule Waldmünchen nahm mit „Dragonlords“ und „Storm-Raider“ teil, die Realschule mit „Rudermaschine“ und „Traumschiff Kenterprise“. Auch die Mittelschule und die Realschule aus Furth im Wald waren dabei.

Nur leider war der Freitag noch ziemlich verregnet, was der Stimmung bei den Jugendlichen aber keinen wesentlichen Abbruch tat.
Die Erwachsenen waren am Samstag an der Reihe. Die Veranstalter hatten sich jede Menge Mühe gegeben, einen bestens organisierten Wettkampf auszutragen. Im Vorfeld hatten sich 16 Mannschaften aus Deutschland und Tschechien für die Rennen angemeldet. Jede Mannschaft sollte aus 18 Personen bestehen, darunter mindestens vier Frauen. Aus Waldmünchen gab es ein gemeinsames Boot mit Klentsch, und dieses taufte sich erneut auf den Namen „Perlseepiraten“. Außerdem stellten die Lehrer der Schulen aus Waldmünchen und Furth im Wald ein Boot mit dem Namen „Pädagogisch überladen“ zusammen.
Die Wettrennen wurden mit drei Bahnen auf drei Booten ausgetragen. Auf den Booten hatten die Paddler den Anweisungen von Trommler und Steuermann Folge zu leisten.

In diesem Jahr wurde aus Zeit- und Organisationsgründen das Training gleich mit dem ersten Rennlauf verbunden. In der Vorrunde gab es für jede Mannschaft insgesamt zwei Durchgänge auf Zeit, und die Zeiten wurde jeweils addiert und eine neue Startreihenfolge aufgestellt. Im Finallauf konnten sich die Mannschaften im direkten Wettkampf um bis zu zwei Plätze verbessern oder verschlechtern. Den Startschuss für jedes Rennen gab es mit den Worten „Are you ready? Attention“ und sodann musste im Takt der Trommel gepaddelt werden. Wenn das gut klappte, kamen die Boote auf eine ordentliche Geschwindigkeit. Und so waren auch Mannschaften dabei, die die Strecke unter einer Minute bewältigten.

Der ganze Wettkampf-Tag wurde von Jaroslav Formánek und Ladislav Feierfeil organisiert. Durch das Programm führten Moderatoren auf Tschechisch und auf Deutsch. Das Freibad Babylon wurde den ganzen Tag über von Musik beschallt. Die einzelnen Mannschaften stellten auf der großen Liegewiese ihre Lager mit Zelten und Bierbänken auf. Es herrschte durchaus Festival-Stimmung, auch weil viele Mannschaften ihre eigene Verpflegung und ihren eigenen Grill mitbrachten.
Begegnungen über die Grenze hinweg
Das Wetter war auch gut, und so war die Stimmung bestens. Es gab viele freundschaftliche und grenzüberschreitende Begegnungen. Damit wurde das Ziel der Veranstaltung, gemeinsam Spaß zu haben über die Grenze hinweg, auf jeden Fall erreicht.

Die Bürgermeister der Städte an der Grenze zogen es dieses Mal vor, das Geschehen vom sicheren Ufer aus zu verfolgen und lieber viele Gespräche mit den Anwesenden zu führen. Am Ende siegten vor allem die Mannschaften aus Tschechien– wohl auch, weil sie teilweise mehr Übung hatten. Für die Besten gab es Pokale, die am frühen Abend überreicht wurden. Aber das war fast nebensächlich, schließlich hatten alle einen tollen Tag im Freibad in Babylon.